• Rotatorenmanschette

     

Physiotherapie der Rotatorenmanschette – ein mehrdimensionaler Ansatz

Die schmerzhafte Struktur bei Patienten mit einem Rotatorenmanschettensyndrom (RMS) zu differenzieren, ist aufgrund der anatomischen Gegebenheiten kaum möglich. Daher leitet vor allem die klinische Untersuchung inklusive dynamischer Inspektion und Reduktionstests die Therapeuten im Clinical Reasoning Prozess. Verschiedene Protokollprofile, basierend auf der klinischen Präsentation von Patienten mit RMS, bieten Therapeuten einen weiteren Hinweis für die Strukturierung des Behandlungsplans.

Schmerzen im Bereich der Schulter stehen mit 16 Prozent an dritter Stelle aller muskuloskelettalen Schmerzen, wobei nach bis zu 1,5 Jahren noch etwa 40 Prozent der Patienten Beschwerden haben. Das Rotatorenmanschettensyndrom (RMS) umfasst 90 Prozent aller nicht-traumatischen Schultererkrankungen. Tendenziell treten bei jungen Patienten (< 30 Jahre) eher Instabilitätsbeschwerden und bei älteren Patienten eher Symptome auf der Grundlage eines RMS, einer Frozen Shoulder oder einer Bizepstendinopathie auf.

Anatomie der Rotatorenmanschette (RM)

  • Von ventral nach dorsal bilden folgende Muskeln die RM: M. subscapularis, M. supraspinatus, M. infraspinatus und M. teres minor. Wird die RM so klassisch anatomisch beschrieben, liegt die Betonung auf den getrennten strukturellen Gegebenheiten.
  • Den lateralen Abschluss der RM am Tuberculum majus bildet eine bandförmige Struktur, die als Rotator Cable bezeichnet wird. Direkt medial des Tuberculum majus befindet sich die sogenannte Crescent Region, eine minderdurchblutete, sichelförmige (engl.: crescent) Region.
  • Das oberflächliche kraniale Epimysium der RM ist identisch mit dem kaudalen Blatt der Bursa subacromialis-subdeltoidea.
  • Das tiefe und kaudale Epimysium ist identisch mit der Membrana fibrosa des Schultergelenks.

Ein Schaden der RM ist nicht immer eine Quelle für Schulterschmerzen. Symptomlose RM-Rupturen haben mit zunehmenden Alter eine erhöhte Prävalenz. Brunner et al. empfehlen in der Leitlinie Rotatorenmanschettenruptur der AWMF, symptomlose RM-Rupturen konservativ zu versorgen. Das kaudale Blatt der Bursa subacromialis ist anatomisch dieselbe Struktur wie das kraniale Epimysium der RM. Im Falle einer Nozizeption dieser Struktur ist eine Differenzierung dieser Strukturen nicht möglich, was in der klinischen Diagnostik bestätigt wird.

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Aus der Zeitschrift: manuelletherapie 04/2019

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