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Schultertape Step-by-step

Der mittlerweile eingedeutschte Begriff „Taping“ stammt aus den USA und leitet sich vom amerikanischen „adhesive tape“ (Verbandspflaster) ab. Die US-Amerikaner waren es auch, die Anfang der 1960er Jahre das Stabilisationstape nach Deutschland importierten: In Wiesbaden stationierte US-Soldaten der Football- Nationalmannschaft schützten und stabilisierten vor Wettkämpfen ihre Gelenke mit unelastischen Pflasterstreifen. Mittlerweile gehört das Tapen zu den elementaren Bestandteilen der sportphysiotherapeutischen Betreuung und ist sowohl aus dem Leistungssport als auch dem Freizeit- und Breitensport nicht mehr wegzudenken.

Ziel: maximale Stabilität und funktionelle Mobilität

Ein korrekter und sinnvoller Tapeverband entlastet und unterstützt anatomische Strukturen. Er übernimmt somit die physiologische Funktion von Muskulatur, Bändern, Kapseln, Faszien und Sehnen. Das Resultat einer indikationsgerechten, speziell ausgeführten funktionellen Verbandstechnik ist die maximale Stabilität bei funktioneller Mobilität.

Durch seine feste äußere Hülle sorgt ein funktioneller Verband passiv für Stabilität und Schutz. Da das Tape direkt auf die Haut des Patienten geklebt wird, fungiert diese als Vermittler des Tapematerials und leitet dessen Effekte nach innen. Es folgt eine reflektorische Kontraktion der Muskelgruppen, die für eine aktive Gelenkstabilisation sorgen. Dadurch verbessern sich häufig das Bewegungsgefühl, die Bewegungskontrolle und -koordination, sodass schmerzfreies Bewegen möglich ist. Das wirkt sich wiederum positiv auf den Gelenk- und Muskelstoffwechsel sowie das Blut- und Lymphsystem aus.

Voraussetzung: klare Diagnose

Für einen Tapeverband gibt es vier Anwendungsbereiche: In der Prävention minimiert das Tape die Verletzungsgefahr, in der Erstversorgung begrenzt es einen bereits entstandenen Schaden und bereitet die Therapie vor. In der eigentlichen Therapie beschleunigt das Tape die Heilung und in der Rehabilitation unterstützt es die frühfunktionelle Wiederherstellung.

Grundsätzlich gilt: Nicht bei jeder Erkrankung oder Verletzung des Bewegungsapparats ist Tapen sinnvoll. Es ist daher unverzichtbar, den Patienten zu fragen, was passiert ist und wo er Schmerzen hat. Auch Allergien, Gerinnungs- und Lymphabflussstörungen sollte man abklären. Wenn unklar ist, ob beispielsweise eine Fraktur mit Dislokationen oder ein massiver Knorpeldefekt vorliegt, darf nicht getapt werden.

A. Kautz

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Schultertape Step-by-step

Aus der Zeitschrift physiopraxis 1/2016

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