• Studienergebnisse

     

Sonstiges

Studienergebnisse September 2019

  • Brustkrebs: Übungsintervention verbessert Schulterbeweglichkeit bei adipösen Patientinnen

    Ergebnis: Die Forscher untersuchten in diesem RCT, wie sich ein 16-wöchiges Training auf die Schulterfunktion bei Frauen mit Übergewicht oder Adipositas und Brustkrebs auswirkt. Sie teilten 100 Frauen in eine Übungs- und eine Kontrollgruppe auf. Die Patientinnen waren durchschnittlich 53 Jahre alt und ihr BMI lag bei 33,5. Im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserte die Trainingsgruppe ihren aktiven Bewegungsumfang der Schulter wie folgt: Schulterflexion um 36,6°, Außenrotation bei 0° um 23,4° und Außenrotation bei 90° um 34,3°. Zudem verbesserten sich die isometrische Kraft der oberen Extremität und die Beeinträchtigungen von Arm, Schulter und Hand. Die Wissenschaftler fassen zusammen, dass eine 16-wöchige Übungsintervention die Schulterfunktion nach der Brustkrebsbehandlung bei Frauen, die übergewichtig oder fettleibig sind, signifikant verbessert.

    Aerobic and Resistance Exercise Improves Shoulder Function in Women Who Are Overweight or Obese and Have Breast Cancer: Randomized, Controlled Trial
    Phys Ther 2019; doi: 10.1093/ptj/pzz096

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  • Adipositas bei Kindern: Negative Auswirkungen auf patellofemorales Gelenk

    Ergebnis: Adipositas erhöht das Risiko bei Kindern, Knieschmerzen über die gesamte Lebensdauer zu entwickeln, möglicherweise durch erhöhte patellofemorale Gelenkbelastungen, die bei gewohnten belastenden Aktivitäten auftreten. Deshalb fragten sich die Forscher, ob adipöse Kinder beim Gehen größere patellofemorale Gelenkkräfte haben als gesunde Kinder. Sie verglichen 10 adipöse 8–12-jährige Kinder mit 10 gesunden Kontrollprobanden. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass bei adipösen Kindern fast 2-mal mehr patellofemorale Gelenkkontaktkräfte als bei Gesunden auftraten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass fettleibige Kinder mit erhöhter patellofemoraler Belastung in absoluten Werten und auch im Verhältnis zur Gelenkfläche gehen, was wahrscheinlich das Risiko für Knieschmerzen erhöht.

    The Effects of Pediatric Obesity on Patellofemoral Joint Contact Force during Walking
    Gait Post 2019; doi: 10.1016/j.gaitpost.2019.07.307

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  • Selbstgewählte Gehgeschwindigkeit: Hängt von Instruktionen ab

    Ergebnis: Die Variabilität der Gehgeschwindigkeit wird durch das Alter und den Gesundheitszustand beeinflusst. Allerdings hat bisher keine Studie untersucht, wie sich unterschiedliche Anweisungen auf die Gehgeschwindigkeit auswirken. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass 61% der Geschwindigkeitsveränderungen bei jungen Erwachsenen auf Anweisungen zurückzuführen waren und nur 14% auf individuelle Unterschiede. Diese Erkenntnis fordert Forscher auf, bei der Umsetzung von Gehanweisungen die Konsistenz zu gewährleisten.

    WORDS MATTER: INSTRUCTIONS DICTATE “SELF-SELECTED” WALKING SPEED IN YOUNG ADULTS
    Gait Post 2019; doi: 10.1016/j.gaitpost.2019.07.379

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Studienergebnisse August 2019

  • Schwangerschaft: Hitzebelastung während eines Trainings und fetales Risiko

    Ergebnis: Schwangeren Frauen wird empfohlen, Hitzestress (z.B. übermäßige Bewegung und/oder Hitzebelastung) zu vermeiden, da das Risiko einer Teratogenität (Fehlbildungen) im Zusammenhang mit der mütterlichen Hyperthermie besteht, definiert als eine Kerntemperatur von über 39 Grad. Deshalb war das Ziel dieses systematischen Reviews, die Kerntemperatur unter verschiedenen Bedingungen zu bewerten. Die Autoren schlossen 11 Studien mit insgesamt 347 Probanden ein. Die höchste individuelle Kerntemperatur der Studien betrug 38,9°C, kein Wert stieg darüber. Unmittelbar nach dem Training lag die höchste Kerntemperatur bei 38,3°C, also 0,7°C unter dem vorgeschlagenen teratogenen Schwellenwert. Schwangere Frauen können damit unabhängig vom Schwangerschaftsstadium sicher folgende Aktivitäten durchführen, ohne eine Kerntemperatur zu erreichen, die den teratogenen Schwellenwert überschreitet: (1) Training für bis zu 35 Minuten bei 80%-90% ihrer maximalen Herzfrequenz bei 25°C und 45% relativer Luftfeuchtigkeit; (2) Bewegung im Wasser (≤33.4°C) für bis zu 45 Minuten und (3) Sitzen in heißen Bädern (40°C) oder heißen/trockenen Saunen (70°C; 15% Luftfeuchtigkeit) für bis zu 20 Minuten.

    Heat stress and fetal risk. Environmental limits for exercise and passive heat stress during pregnancy: a systematic review with best evidence synthesis
    Br J Sports Med 2019; 53: 799-805

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  • Kardiovaskuläre Erkrankungen: Fahrradfahren reduziert Erkrankungsrisiko

    Ergebnis: Die Wissenschaftler wollten herausfinden, ob Radfahren das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und deren Risikofaktoren reduziert und mögliche Dosis-Wirkungsbeziehungen untersuchen. Sie schlossen 21 Studien mit insgesamt 1.069.034 Probanden in ihr systematisches Review ein. Die Ergebnisse zeigten eine geringere Inzidenz und Mortalität von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und physiologischen Risikofaktoren. Jede Form des Radfahrens scheint mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden zu sein, weshalb die Forscher das Radfahren als eine gesundheitsfördernde körperliche Aktivität empfehlen.

    Cycling is associated with a lower incidence of cardiovascular diseases and death: Part 1 – systematic review of cohort studies with meta-analysis
    Br J Sports Med 2019; 53: 870-878

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  • Schlafqualität: Moderate körperliche Aktivität empfehlenswert

    Ergebnis: Diese systematische Übersicht untersuchte, wie sich körperliche Aktivität auf die Schlafqualität in einer gesunden Bevölkerungsgruppe auswirkt. Hierfür schlossen sie 14 Studien ein. Die Analysen ergaben, dass eine moderate körperliche Aktivität die Schlafqualität effektiver verbessert als eine intensive körperliche Aktivität. Darüber hinaus ist moderate körperliche Bewegung für die Schlafqualität vorteilhaft, sowohl in der jungen als auch in der älteren Bevölkerung. Zukünftige Studien sollten detaillierte Trainingsvorschläge unter Berücksichtigung der Altersgruppen erarbeiten, um genaue Empfehlungen zur Gesundheitsförderung abzugeben.

    The effect of physical activity on sleep quality: a systematic review
    Eur J Physiother 2019; doi: 10.1080/21679169.2019.1623314

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  • Schmerz: Schmerzpatienten fällen schlechtere Entscheidungen

    Ergebnis: Chronische Schmerzen betreffen einen von 5 Menschen und stören nachweislich die Konzentration. Die Forscher untersuchten deshalb, ob Schmerz tägliche Entscheidungsfindungen beeinträchtigt. In der ersten analysierten Studie machten die 1.322 Teilnehmer bei der Aufgabe mehr Fehler als diejenigen, die schmerzfrei waren. Teilnehmer mit wiederkehrenden Schmerzzuständen berichteten über negative Folgen aus ihren bisherigen Entscheidungen. In Studie 2 absolvierten 44 gesunde Teilnehmer die Aufgabe mit und ohne experimentell induzierte Schmerzen. Die Teilnehmer machten bei Schmerzen mehr Fehler als die schmerzfreien Probanden. Die Autoren fassen zusammen, dass die ungünstige Wirkung von Schmerzen zu schlechteren Entscheidungen in komplexen und ökologisch wertvollen Kontexten führt, dass die Wirkung kausal ist und dass die Folgen nicht nur aufmerksamkeitsbezogen, sondern auch finanziell sind.

    People in pain make poorer decisions.
    Pain 2019; 160: 1662-1669

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