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Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma - für Sie analysiert

Die überarbeitete Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Asthma bestätigt der Atemphysiotherapie mit einer starken Empfehlung ihren wichtigen Stellenwert in der Asthmatherapie. Ebenso dem körperlichen Training. Um die Patienten dahingehend zu motivieren, sollten Physiotherapeuten noch stärker als kompetente beratende Partner in der Versorgung von Patienten mit Asthma wahrgenommen werden. Themenscout Stephanie Moers hat die NVL für physiopraxis analysiert.

Im Herbst 2018 veröffentlichten die Bundesärztekammer, die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) die 3. Auflage der Nationalen VersorgungsLeitlinie Asthma. Sie ist einsehbar unter: www.leitlinien.de/nvl/asthma.

Asthma gehört zu den häufigsten Krankheiten weltweit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht von circa 235 Millionen erkrankten Menschen aus. Sie betont, dass Asthma unterdiagnostiziert und dadurch „untertherapiert“ ist, obwohl die Krankheit belastend für Patienten sein kann und deren Aktivitäten einschränkt. Im Rahmen der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell 2014“ befragte das Robert-Koch-Institut knapp 24.000 Menschen zu ihrem Gesundheitsverhalten und -zustand.

Dabei gaben 6,2 % der Teilnehmer an, dass bei ihnen in den letzten 12 Monaten Asthma bestand. Frauen sind mit 7,1 % häufiger betroffen als Männer mit 5,1 %.

Die Autoren und Herausgeber der NVL Asthma möchten dazu beitragen, folgende Ziele zu erreichen:

  • Asthma präziser zu definieren und die Diagnostik zu aktualisieren
  • die bestmögliche Lebensqualität und soziale Teilhabe für Menschen mit Asthma zu sichern
  • Selbstmanagement- und strukturierte Schulungsprogramme zur Förderung der Krankheitsbewältigung bei Patienten mit Asthma zu implementieren
  • eine koordinierte Versorgung in Notfallsituationen und eine koordinierte Langzeitversorgung der Patienten zu optimieren

Laut NVL soll Patienten Atemphysiotherapie angeboten werden.

Wie bei allen Nationalen VersorgungsLeitlinien handelt es sich bei der NVL Asthma um eine „systematisch entwickelte Entscheidungshilfe über die angemessene ärztliche Vorgehensweise bei speziellen gesundheitlichen Problemen im Rahmen der strukturierten medizinischen Versorgung und damit um eine Orientierungshilfe im Sinne von ‚Handlungs- und Entscheidungsvorschlägen‘, von denen in begründeten Fällen abgewichen werden kann oder sogar muss“. Ob Physiotherapeuten und Ärzte einer Leitlinienempfehlung folgen oder nicht, hängt immer auch von den individuellen Gegebenheiten und Präferenzen der Patienten und von den verfügbaren Ressourcen ab.

Explizit richtet sich die NVL Asthma auch an nicht ärztliche Fachberufe, wie Physiotherapeuten, Apotheker und natürlich die Kostenträger. Vertreter von Physio Deutschland (ZVK), der Deutschen Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften beteiligten sich ebenso an der Leitlinienaktualisierung wie Vertreter der Dachverbände der Selbsthilfeorganisationen. Für die Patienten entwickelte die Arbeitsgruppe schon für die Vorauflage der NVL Asthma eine spezielle Patientenleitlinie, die derzeit überarbeitet wird und zahlreiche Informationen enthält, die im Internet frei verfügbar sind.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel: Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma 

Aus der Zeitschrift: physiopraxis 06/2019

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