• Inklusion © denys_kuvaiev/fotolia.com

     

Wunsch und Wirklichkeit

2009 hat Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention unterschrieben und sich damit zur Inklusion verpflichtet. Doch nach wie vor gibt es Zweifel: Erhalten durch Inklusion tatsächlich alle die gleichen Chancen? Wem bringt sie etwas, wem nicht? Und wie müsste Inklusion wirklich aussehen, damit sie ihren Namen verdient?

Es ist ein hehres Ziel und ein Wunsch, der viele Menschen weltweit verbindet: Alle Menschen sollen gleiche Möglichkeiten der Teil habe an der Gesellschaft haben – egal welche Hautfarbe oder welches Geschlecht sie haben, was sie glauben oder wen sie lieben. Bei Menschen mit Behinderung hat dieser Gleichheitsanspruch einen Namen: Inklusion.
Die UN-Behindertenrechtskonvention beschreibt Inklusion als gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft und definiert mehrere wichtige Teilbereiche, darunter Bildung, Gesundheit und das Wahlrecht. Ziel der inklusiven Bildung ist es, dass behinderte und nichtbehinderte Kinder in der Regel gemeinsam alle Schulen besuchen und später gleichen Zugang zu Hochschulen, Berufsausbildungen oder Erwachsenenbildung haben, damit sie lebenspraktische Fertigkeiten und soziale Kompetenzen erwerben können. So weit die Theorie.

Inklusionsraten variieren stark

Deutschland hat die Konvention 2009 unterzeichnet, und seitdem hat sich auf den ersten Blick einiges getan: Laut einer Bertelsmann-Studie besuchte 2008 etwa jedes fünfte Kind mit Förderbedarf eine Regelschule, fünf Jahre später war es schon jedes dritte. Die Chancen auf Inklusion – gemeint ist damit das Recht auf einen Besuch einer Regelschule –, so die Studie, sinken aber mit steigendem Alter und einer höheren Bildungsstufe: „... sobald Kinder mit oder ohne Handicap die weiterführende Schule besuchen, werden sie in der Regel getrennt“, heißt es. Beträgt die Inklusionsrate in Kitas noch 67 Prozent, so sind es in der Sekundarstufe nur noch knapp 30 Prozent. Und da-von wiederum besucht nur jeder Zehnte eine Realschule oder ein Gymnasium. Wie zu erwarten, bestätigt die Studie, dass Inklusion haupt-sächlich an Haupt- und Gesamtschulen statt-findet. Zudem variiert der Inklusionsanteil je nach Bundesland. Liegt er etwa in Bremen bei fast 70 Prozent, so seien es in Hessen weniger als ein Viertel der Förderschüler.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Wunsch und Wirklichkeit

Aus der Zeitschrift physiopraxis 11-12/2015

 

Call to Action Icon
physiopraxis kostenlos testen ... ... und ausführlich kennenlernen!

Newsletter Physiotherapie

Quelle

physiopraxis
physiopraxis

Das Fachmagazin für Physiotherapie

EUR [D] 90,00Zur ProduktseiteInkl. gesetzl. MwSt.

Buchtipps