Cover

DOI 10.1055/s-00000059

Pneumologie

In dieser Ausgabe:

Seltene Differenzialdiagnose einer Belastungsdyspnoe

Die Abklärung der Belastungsdyspnoe stellt eine wichtige und differenzialdiagnostisch vielfältige Aufgabe des Pneumologen dar. Wir berichten von einer zum Zeitpunkt der Erstvorstellung 70-jährigen Patientin mit einem nahezu den kompletten linken Hemithorax ausfüllenden Tumor. Histologisch konnte ein solitäres Pleurafibrom diagnostiziert werden.

weiterlesen ...

Pneumologische Rehabilitation bei chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen

Pneumologische Rehabilitation (PR) ist eine evidenzbasierte interdisziplinäre Behandlung für Patienten mit chronischen Erkrankungen der Atmungsorgane. Die Effektivität der pneumologischen Rehabilitation bei chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen ist insbesondere bei der COPD auf höchstem Evidenzlevel belegt und gilt in allen COPD-Leitlinien als essenzielle Komponente des Langzeitmanagements. Trotzdem wird PR aktuell nur einem sehr kleinen Teil der betroffenen Patienten angeboten.

weiterlesen ...

Pneumologische Frührehabilitation nach Langzeitbeatmung

Einleitung  Unter Frührehabilitation versteht man eine frühzeitig bei- oder nach akuter Erkrankung einsetzende, rehabilitationsmedizinische Behandlung die im § 39SGB V verankert ist. Ziel dieser Untersuchung ist es, die Ergebnisqualität der pneumologischen Frührehabilitation zu untersuchen und darzustellen.

Methoden  Prospektive Erhebung von funktionellen Parametern, Beatmungsstatus und Entlass-Disposition in einer spezialisierten Abteilung für pneumologische Frührehabilitation über den Zeitraum vo...

weiterlesen ...

Ergebnisse der Re-Evaluation von Patienten aus der Intensivpflege in einem lokalen Weaning-Zentrum

Aktuell werden in deutschen Weaning-Zentren ungeachtet des enormen personellen und materiellen Ressourceneinsatzes etwa 20 % der Patienten nicht erfolgreich von der mechanischen Beatmung entwöhnt und in die außerklinische Beatmung überführt.

Wir haben im Rahmen eines Pilotprojektes 33 Patienten (48 % weiblich; mittleres Alter 68 ± 11 Jahre bei Aufnahme) zwischen 03/2015 bis 11/2019 zur Re-Evaluation einer möglichen Entwöhnung von der invasiven Beatmung stationär aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt w...

weiterlesen ...

COVID-19: Hohe Prävalenz von Unterernährung

Während der Grippe-Pandemie 1918 war Unterernährung ein Risikofaktor für Schwere und Mortalität einer viralen Lungenentzündung. Da auch COVID-19-Patienten in Beobachtungsstudien mit Gewichtsverlust und Mangelernährung aufgefallen sind, haben Bedock et al. nun die Inzidenzen bei hospitalisierten Patienten genauer untersucht. Darüber hinaus wollten sie herausfinden, ob Unterernährung das klinische Outcome beeinflussen könnte.

weiterlesen ...

Hält der Effekt der Gewichtsabnahme auf OSA über 10 Jahre an?

Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe (OSA) wird eine Gewichtsreduktion empfohlen. Die Sleep AHEAD (Action for Health in Diabetes)-Studie hatte gezeigt, dass intensive Lebensstilmaßnahmen mit Gewichtsreduktion die OSA-Schwere bis zu 4 Jahre lang vermindern können. Jetzt wurden die 10-Jahres-Daten der Studie vorgestellt.

weiterlesen ...

Therapie mit inhalativen Glukokortikoiden bei COVID-19

Inhalative Glukokortikoide (ICS) sind die Basistherapie von Asthma1(zudem sind sie als Zusatz-Therapie auch bei der COPD zugelassen2). Die Erkrankung Asthma ist (für sich gesehen) kein Risikofaktor für schwere COVID-19-Verläufe345. Dies könnte u. a. durch eine verminderte Expression des für die Aufnahme von SARS-CoV-2 verantwortlichen Rezeptors ACE-2 in den Atemwegen von Patient*innen mit Asthma bedingt sein3. Mehrere Studien weisen darauf hin, dass eine ICS-Therapie die ACE-2-Expression bei Pat...

Nicht verblindete Studie: Es handelte sich zwar um eine randomisierte, aber nicht um eine verblindete Studie, d. h. die Patient*innen und die behandelnden Ärzt*innen wussten, ob das ICS inhaliert wurde oder nicht. Ein möglicher Placebo-Effekt blieb hier also unberücksichtigt.

Geringe Patient*innenzahl: Es handelte sich um eine Studie mit vergleichsweise wenigen Patient*innen (je 73 Patient*innen in beiden Gruppen), die über einen auffällig langen Zeitraum (Juli bis Dezember 2020) trotz hoher Infektionszahlen in Großbritannien rekrutiert wurden. Ein Selektions-Bias ist somit nicht ausgeschlossen. Zudem hatten 16 % der Patient*innen in der Budesonid-Gruppe ein Asthma und haben somit möglicherweise auch aufgrund ihrer Grunderkrankung vom ICS profitiert. Daher ist die Aussagekraft für die Gesamtheit der Patient*innen mit COVID-19 eingeschränkt.

Subjektive Endpunkte: Sowohl der primäre Endpunkt (COVID-19-bedingte ärztliche Vorstellung) als auch die sekundären Endpunkte der Studie (z. B. die Zeit bis zur von den Patient*innen empfundenen klinischen Besserung oder der Bedarf an Antipyretika) sind subjektiv geprägt, und damit anfällig für den o. g. Placebo-Effekt (es ist z. B. möglich, dass Budesonid-behandelte Patient*innen im Vertrauen auf eine ICS-Wirkung ärztliche Hilfe seltener oder später aufsuchten). Dafür spricht, dass sich objektive Studienendpunkte (z. B. Sauerstoffsättigung oder SARS-CoV-2-Viruslast) nicht signifikant von der Kontrollgruppe unterschieden.

Hohe ICS-Dosis: Die in der Studie gewählte ICS-Dosis (1600 µg Budesonid pro Tag) entspricht einer ICS-Höchstdosis für Patient*innen mit Asthma1. Sowohl in der Asthma-Therapie1als auch in der COPD-Therapie2sind bei der übergroßen Mehrheit der Patient*innen viel niedrigere ICS-Dosen klinisch sehr effektiv. Es lässt sich daher aus der Studie nicht ableiten, ob wirklich so hohe ICS-Dosen (die zu erheblichen Nebenwirkungen führen können15) im Rahmen einer COVID-19-Behandlung eingesetzt werden sollten.

Unklare Relevanz für schwere COVID-19-Verläufe: Im besten Falle gibt diese Studie Hinweise, dass die Zeit bis zur klinischen Besserung durch eine ICS-Therapie bei milden bis mittelschweren Verläufen möglicherweise verkürzt werden kann: Ein ähnliches Ergebnis erbrachte eine Interims-Analyse der größeren PRINCIPLE-Studie (MedRxiv-Preprint abrufbar unterhttps://doi.org/10.1101/2021.04.10.21254672). Weder die STOIC-Studie noch die PRINCIPLE-Studie haben aber gezeigt, dass durch diese Therapie schwere COVID-19-Verläufe oder Todesfälle verhindert werden können. Die Kommentatoren der STOIC-Studie in der Zeitschrift Lancet Respiratory Medicine fordern daher explizit diesbezügliche Studien16.

weiterlesen ...

Bedeutung nicht-invasiver Verfahren in der Therapie des akuten hypoxämischen Versagens bei COVID-19

In der Corona-Pandemie werden zunehmend nicht-invasive Verfahren zur Behandlung des akuten hypoxämischen Versagens bei COVID-19 eingesetzt. Hier stehen mit der HFOT (high-flow oxygen therapy), CPAP (continuous positive airway pressure) und der NIV (non-invasive ventilation) unterschiedliche Verfahren zur Verfügung, die das Ziel einer Intubationsvermeidung verfolgen. Der aktuelle Übersichtsartikel fasst die heterogene Studienlage zusammen. Wesentlich ist die Erkenntnis, dass diese nicht-invasiven...

weiterlesen ...

Kontakt

Kundenservice Tel.:+49 711 8931-321 Fax:+49 711 8931-422 Kundenservice

Redaktion pneumologie@thieme.de

Jetzt abonnieren ... und keine Ausgabe verpassen! Alert-Newsletter Das Inhaltsverzeichnis als Mail Thieme-Newsletter News zu Ihrem Fachgebiet
Cookie-Einstellungen