Erfahrungsbericht Brustkrebs: Nur Mut!

Stuttgart, Januar 2011 - Was wird aus meinem Leben, was wird aus mir? – Das fragen sich wohl die meisten Frauen, denen mitgeteilt wird, dass sie an Brustkrebs leiden. 70.000 neue Fälle kommen jährlich in Deutschland, Österreich und der Schweiz dazu. Damit ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Auch bei Ulrike Brandt-Schwarze wurde 2006 Brustkrebs diagnostiziert. Ihr Erfahrungsbericht „Brustkrebs. Was mir geholfen hat“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2010) berücksichtigt den kompletten Verlauf von der Diagnose über die Behandlung bis hin zur Nachsorge. Sie gibt Erfahrungen und Tipps weiter, die nur Betroffene wissen können.

„Als die Diagnose ‚Krebs’ feststand, war ich eine Zeit lang wie gelähmt; dabei bleiben einem oft nur wenige Tage, um die Wahrheit zu akzeptieren – von Verarbeiten kann keine Rede sein“, berichtet Brandt-Schwarze. Doch die vielen Frauen, die eine Brustkrebserkrankung überstanden haben, zeigten ihr: Es ist zu schaffen. „Alles, was dabei hilft, ist gut: Weinen, schreien, beten Sie! Nehmen Sie sich und Ihre Bedürfnisse ernst und setzen Sie freundlich, aber bestimmt durch, dass andere das auch tun“, rät sie Betroffenen.

Die Therapie bekämpft den Krebs, aber sie hat auch körperliche und seelische ‚Nebenwirkungen’, mit denen sich Betroffene tagtäglich auseinandersetzen müssen. Manche – wie die Narbe – sind bleibend, andere – wie der mögliche Haarausfall – gehen vorüber. Ziel des Ratgebers die Erfahrungen weiterzugeben, die Brandt-Schwarze während ihrer Brustkrebserkrankung zusammengetragen hat – von der Diagnose über den Klinikaufenthalt und den Umgang mit der Perücke bis hin zu Tipps für die Kur. So erfahren Frauen, was sie ganz praktisch in dieser Zeit für sich tun können. „Wenn nur ein paar dieser Dinge für Sie nützlich sind, hat sich das Schreiben gelohnt. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie die Krankheit besiegen und körperlich und seelisch wieder gesund werden“, so Brandt-Schwarze.

Die Autorin

Ulrike Brandt-Schwarze ist in Köln geboren und lebt heute in Bonn. Hier arbeitet sie seit ihrer Promotion in Deutscher Literatur- und Sprachwissenschaft und Geschichte als freiberufliche Verlagslektorin, Übersetzerin, Autorin und Werbetexterin. Nach der überstandenen Krebserkrankung sind ihr der Kontakt und die Zusammenarbeit mit Menschen noch wichtiger geworden: Sie schreibt Ratgeber und Biografien, hält Vorträge, leitet Gruppenseminare, fotografiert, malt und widmet sich so oft wie möglich ihrer Familie und ihren Freunden.

Wissenswertes: Hilfe bei Mundtrockenheit

Was tun, wenn einem die Zunge wie eine Oblate am Gaumen klebt?

  • Viel trinken: 1,5–2 Liter Wasser, ungesüßten Kräuter- oder Früchtetee, Bouillon (es kann auch mal ein Glas Sekt, Wein oder Bier sein).
  • Zuckerfreien Kaugummi oder Gummibärchen (gibt’s auch zuckerfrei) lutschen. Besser als ‚scharfkantige’ Bonbons, die die empfindliche Mundschleimhaut noch weiter reizen.
  • Eisstücke (zum Beispiel auch Würfel aus Tonicwasser oder Joghurt) oder gekühlte Stückchen Wassermelone lutschen.
  • Sogenannten künstlichen Speichel (aus der Apotheke) als Lösung oder Spray benutzen.
  • Weiche Gerichte mit viel Sauce essen.
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