260 Geburtshilfestationen sind überflüssig

Berlin, Juni 2013 – Wissenschaftliches Projekt des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung Essen und der Universitätsfrauenklinik Ulm zeigt: Mehr als jede vierte Geburtsstation ist überflüssig.

Von 900 Geburtshilfestationen in Deutschland könnten 260 geschlossen werden, ohne dass die Versorgung der Gebärenden in Gefahr ist. Zu diesem Ergebnis kommt das Rheinisch-Westfälische Wirtschaftsforschungsinstitut (RWI) in Essen wie kma – Das Gesundheitswirtschaftsmagazin herausgegeben im Georg Thieme Verlag Stuttgart in seiner Juniausgabe berichtet. In einem Projekt mit der Universitätsfrauenklinik Ulm und dem RWI wurde eine maximale Fahrzeit von 30 Minuten bis zur nächsten Geburtshilfestation zu Grunde gelegt. Das überraschende Ergebnis dieser Berechnungen, nur in drei Regionen in Deutschland würde diese Fahrtzeit überschritten. Die Schließung würde Stationen betreffen, die weniger als 400 Geburten im Jahr versorgen. Wie das Fachmagazin berichtet, sprechen sich immer mehr Politiker, aber auch Wissenschaftler und Krankenhauschefs für einen Abbau der Krankenhauskapazitäten in Deutschland aus.

Über kma – Das Gesundheitswirtschaftsmagazin

kma ist als journalistisches Fachmagazin des Georg Thieme Verlags führende meinungsbildende Zeitschrift in der Gesundheitswirtschaft. Sie berichtet über einen der umsatzstärksten Märkte Deutschlands, Trends und Entwicklungen im Gesundheitswesen, Gesundheitspolitik und angrenzenden Branchen. Zu ihren Lesern zählen Entscheider in Kliniken, Medizintechnikindustrie und IT-Branche sowie Vorstände der Krankenkassen, Politik und Verbände im Gesundheitswesen. kma begleitet publizistisch die an Fahrt gewinnende Deregulierung im Gesundheitswesen. Das Magazin erscheint monatlich mit einer Auflage von 12.000 Exemplaren.