• Älterer Herr macht Bewegungs-Übungen auf dem Boden © Holger Münch, TRIAS Verlag

    Parkinson-Patienten können sowohl im frühen als auch im fortgeschrittenen Krankheitsstadium von Gleichgewichtsübungen, Kraft- oder Ausdauertraining profitieren. © Holger Münch, TRIAS Verlag

     

Bewegungs-Übungen: Aktiv bleiben mit Parkinson

Stuttgart, Mai 2017 – Morbus Parkinson gehört in Europa zu den häufigsten neurogenen Erkrankungen. Studien zeigen, dass körperliches Training einen positiven Effekt auf die typischen Parkinson-Symptome hat. Betroffene, die sich bewegen, erhalten und verbessern ihre Motorik und können weiteren Einschränkungen entgegenwirken. Physiotherapeut Elmar Trutt stellt in „Parkinson – Das Übungsbuch“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2017) zielführende Übungen und Sportarten vor.

Parkinson lässt sich gut mit Medikamenten behandeln. Doch Patienten können auch selbst zur Linderung der Beschwerden wie Muskelsteifheit oder Zittern beitragen. „Die alltägliche Erfahrung und auch viele Untersuchungen zeigen, dass körperliches Training und die Schulung der Wahrnehmung beweglicher halten“, erklärt Trutt. Dabei sind körperliches Training und die Einnahme von Medikamenten keine gegensätzlichen Ansätze. Beide ergänzen einander.

„Machen Sie es dem Parkinson etwas schwerer und ärgern Sie ihn mit Bewegung“, fordert Trutt Betroffene auf. Er liefert in seinem Buch zahlreiche Empfehlungen und Übungen, mit denen Patienten und Therapeuten gute Erfahrungen gemacht haben. Betroffene können sowohl im frühen als auch im fortgeschrittenen Krankheitsstadium von Gleichgewichtsübungen, Kraft- oder Ausdauertraining profitieren. Nordic Walking beispielsweise, aber auch Spiele mit der Spielkonsole bieten die Möglichkeit, sich fit zu halten. „Wichtig ist, dass Sie nicht unzählig viele verschiedene Übungen durchführen, sondern sich einige heraussuchen, die Sie regelmäßig mit Freude praktizieren“, betont der Physiotherapeut.

Der Autor:

Elmar Trutt ist leitender Physiotherapeut der Parkinson-Klinik Ortenau in Wolfach.

Wissenswertes: Gleichgewicht erhalten

Mit Fortschreiten der Erkrankung haben Patienten häufig Probleme, das Gleichgewicht zu halten. Dadurch fällt ihnen beispielsweise das Gehen schwerer, sie laufen unsicher. Mit gezielten Übungen, wie beispielsweise dem Einbeinstand, können Patienten dem entgegenwirken. Für die Übung stellen Patienten einen Stuhl neben sich, die Lehne zum Körper gewandt. Sie stellen sich auf das rechte Bein und pendeln mit dem linken, gestreckten Bein vor und zurück, während sie sich zunächst an der Stuhllehne festhalten. Sind Patienten sehr unsicher, können sie auch auf der anderen Seite einen Stuhl positionieren. Nach circa 30 Sekunden wechseln sie das Standbein. Ziel ist es, die Übung möglichst zehn Sekunden freistehend durchzuführen.

Parkinson - das Übungsbuch
Elmar TruttParkinson - das Übungsbuch

Aktiv bleiben mit Bewegungs-Übungen

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