Alles wird schwerer - ich nicht!

Stuttgart, März 2010 – Jenseits der 40 klagen viele Frauen darüber nicht mehr so vital wie früher zu sein und stetig an Gewicht zuzunehmen. Denn ab diesem Alter verändern dich die Bedürfnisse des weiblichen Körpers. Bringt diszipliniertes Essen nach neuesten Ernährungsempfehlungen nicht (mehr) den gewünschten Erfolg, ist der Frust oft groß. In dem Ratgeber „Alles wird schwerer – ich nicht!“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2010) zeigt Dr. Antonie Danz Frauen mithilfe der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) Wege, wieder Zugang zu einem ihnen innewohnenden Ernährungswissen zu finden. Denn jede Frau ist selbst die kompetenteste Expertin für die eigene Ernährung.

Zahlreiche Frauen um die 40 sind unglücklich, weil sie zunehmen, obwohl sie nicht mehr essen als früher oder nicht abnehmen, obwohl sie sich Tag für Tag mit als „gesund“ geltender Rohkost und Salat kasteien. „Was die meisten Frauen nicht wissen: Das sogenannte ‚Nährungssystem' wird mit zunehmendem Alter schwächer, kann thermisch Kaltes oder Kühlendes nicht mehr so gut vertragen – und ist daher mit Salat und Co. schnell überfordert“, weiß Dr. Antonie Danz. Mit einer auf individuelle Bedürfnisse angepassten Ernährungsweise können Frauen Verdauungsprobleme, Gewichtszunahme und Beschwerden wie Hitzewallungen oder Mattigkeit gut in den Griff bekommen.

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bildet hierfür die Grundlage. Mit ihren verschiedenen Denkmodellen erfasst sie den Menschen ganzheitlich. Dazu zählt auch die Wirkung einzelner Nahrungsmittel und deren Zubereitungsweise auf das Wohlbefinden des Menschen. Die Autorin verdeutlicht die Funktion von Nahrung und die Umwandlung einverleibter Mahlzeiten in körpereigene Energie. Daraus leitet sie Ernährungsempfehlungen ab, anhand denen Frauen ihre Nahrung auf ihre individuelle Veranlagung und aktuelle Bedürfnisse zugeschnitten auswählen und zubereiten können – ohne lästiges Kalorienzählen.

Am Anfang war die Kalorie

Die Einführung der Kalorienlehre Mitte des 19. Jahrhunderts hatte vor allem ernährungspolitische Gründe: In Zeiten knapper Nahrungsmittelressourcen sollte durch sie ermittelt werden, wie viel Nahrung und damit Geld im Minimum für die Armenspeisung, die Gefängnisinsassen und vor allem die körperlich arbeitende Bevölkerung (Arbeiter, Militär) bereitgestellt werden musste. Man errechnete so die zur Erhaltung der körperlichen Leistungsfähigkeit erforderliche Mindestzufuhr an Energie (Kilokalorien). Erst als in den 1920er Jahren der Körper- und Schlankheitskult aufkam, wurde sie zu einer erhofften Heilslehre für Schlankheitsbewusste.

Die Autorin:

Dr. Antonie Danz ist Ernährungswissenschaftlerin. Sie arbeitet u.a. als Lehrbeauftragte an der Universität Köln zum Thema Ernährung und Alter, für die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und als Ernährungs-Coach in einer großen Frauenarztpraxis.

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