Alzheimer & Demenzen verstehen

Stuttgart, März 2010 – Erkrankt ein Familienmitglied an Alzheimer oder einer anderen Demenzform, ist der Schock bei den Angehörigen groß. Denn kaum eine andere Erkrankung wirft so viele Fragen über das weitere Leben auf wie der allmähliche Verlust des Gedächtnisses und der Persönlichkeit. Der neue Ratgeber „Alzheimer & Demenzen verstehen“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2009) bietet Menschen in der schwierigen ersten Zeit Rat, Hilfe und Orientierung.

Häufig Gegenstände verlegen und Termine vergessen, sich in vertrauter Umgebung verlaufen, vergeblich nach bestimmten Worten suchen oder mehrmals hintereinander dieselbe Frage stellen – sind Menschen plötzlich sehr vergesslich und desorientiert, kann eine beginnende Demenz-Erkrankung die Ursache sein. Heute leiden in Deutschland etwa 1,2 Millionen Menschen an den Folgen einer Demenz, jährlich kommen etwa 200000 hinzu. Neben Vergesslichkeit können auch Konzentrationsmangel, Unaufmerksamkeit und Entscheidungsschwierigkeiten Anzeichen für eine Demenz sein. Häufig auftretende Begleitsymptome sind Stimmungsschwankungen und Depressionen. Gegenwärtig werden circa drei Viertel aller Demenzkranken zu Hause von ihren Angehörigen gepflegt. Für diese ist die Pflege oftmals sehr belastend. Gerade zu Beginn der Erkrankung machen sie sich Sorgen über das künftige Zusammenleben mit dem Demenz-Patienten und wie sie ihm helfen können.

Die Experten des Kompetenznetzes Degenerative Demenzen e.V. beschreiben in ihrem Ratgeber die Symptome, Diagnosekriterien sowie die gängigen Behandlungsformen der Alzeimer-Krankheit und anderer Demenzformen. Darüber hinaus behandeln sie die wichtigsten Aspekte der Pflege, insbesondere die mit dem Wechsel von häuslicher zu stationärer Pflege einhergehenden Probleme und informieren über die vielfältigen Betreuungs- und Hilfsangebote.

Was ist Demenz?

Demenz ist der Überbegriff für eine Gruppe von altersbedingten Erkrankungen, die mit behindernden Einschränkungen von geistigen Fähigkeiten einhergehen. Der Krankheitsverlauf ist meist fortschreitend. Zwischenzeitliche Erholungsphasen, leichte Besserungen und vorübergehender Stillstand des Krankheitsgeschehens sind möglich. Es gibt circa 50 verschiedene Formen von Demenz. Demenz ist eine Erkrankung, die zu bekämpfen ist. Demenz kennzeichnet nicht den natürlichen Prozess der Alterung.

Herausgeber:

Das Kompetenznetz Degenerative Demenzen e.V.(Hrsg.) ist ein Zusammenschluss von 14 auf dem Gebiet der Kompetenzforschung führenden universitären Einrichtungen und ihrer Experten: www.kompetenznetzdemenzen.de. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

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