• Mutter und Kind © Tatje Bartig-Prang, TRIAS Verlag

    Gemeinsam schlafen ist ein Grundelement der bindungsorientierten Babyzeit. © Tatje Bartig-Prang, TRIAS Verlag

     

Attachment Parenting – Ermutigung zur bindungsorientierten Elternschaft

Stuttgart, Juli 2018 – Babys haben das angeborene Bedürfnis nach engem menschlichem Kontakt zu mindestens einer verlässlichen Bezugsperson. Diese enge Bindung gibt ihnen die Sicherheit, die nötig ist für eine gesunde seelische und körperliche Entwicklung. „Sicher gebundene Kinder haben Vertrauen in die Welt“, weiß Tatje Bartig-Prang. Ihr Ratgeber „Bindung macht stark“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2018) bietet eine alltagstaugliche Einführung ins „Attachment Parenting“. Er zeigt, wie Familien ihren ganz individuellen Weg hin zu bindungsorientierten Elternschaft finden können, und wie gut es tut, Nähe zuzulassen.

„Sicher gebundene Kinder haben Vertrauen in die Welt. Sie haben die tiefe und unauslöschliche Erfahrung verinnerlicht: Die Welt und die Menschen sind grundsätzlich gut“, erklärt Bartig-Prang. Dieses Urvertrauen bauen Babys auf, wenn sie von ihren Eltern feinfühlig begleitet werden. Meist müssen Eltern dabei lediglich auf ihre Intuition vertrauen und keine Angst davor haben, ihr Baby zu verwöhnen. „Verwöhnen kann ich nie durch die Erfüllung von Bedürfnissen“, stellt die Autorin klar.

Ein weiterer Aspekt ist Bartig-Prang ebenso wichtig: „Bei der bindungsorientierten Elternschaft müssen die Bedürfnisse aller Familienmitglieder geachtet werden.“ Stillen, tragen und gemeinsam schlafen sind für sie die Grundelemente einer bindungsorientierten Babyzeit. Die Autorin ermutigt aber alle Eltern, diese Eckpfeiler kreativ dem eigenen Alltag anzupassen. Für alle etwa, die sich nicht mit einem Familienbett anfreunden können, hat sie alternative Vorschläge parat. Beispielsweise könnte man über getrennte Schlafzimmer für die Eltern nachdenken, so dass einer mit dem Kind schläft, oder dass das Kind nicht im Elternbett, sondern in einem Babybett im Schlafzimmer schläft. Denjenigen, die ihr Kind nicht den ganzen Tag im Tragetuch tragen wollen, rät sie zum Beispiel dazu, darauf zu achten, dass das Kind, wenn es im Kinderwagen geschoben wird, mit dem Gesicht zu ihnen schaut. Sie bietet Informationen für eine entspannte Geburt, rät zu Gelassenheit bei der Einführung von Beikost und entzaubert viele Mythen rund um die richtige Babypflege, Reisen mit Kindern und Kinderbetreuung.

Ein pauschales „Das macht man aber so“ kann es laut Bartig-Prang nicht geben. Bindungsorientierte Elternschaft bedeute vielmehr Verantwortung zu übernehmen, Fehler einzugestehen und, wenn nötig, neue Wege zu suchen. Und allen voran: bedingungslos zu lieben.

Die Autorin:

Tatje Bartig-Prang berät Eltern deutschlandweit rund um die Themen Hypnobirthing, Wickeln, die passenden Tragen und babygeleitete Beikost. Die Kulturwissenschaftlerin lebt mit ihrer Familie auf einem Bauernhof in Norddeutschland.

Wissenswertes: Beikostreifezeichen

Ein Baby ist bereit für Beikost, wenn folgende drei Reifezeichen vorliegen: Erstens: Es verfügt über eine gute Rumpfkontrolle und kann sich für die Dauer einer Mahlzeit selbst aufrecht halten. Zweitens: Sein Zungenstoßreflex, der feste Nahrung automatisch aus dem Mund befördert, ist vollständig verschwunden. Drittens: Die Hand-Auge-Koordination ist so ausgeprägt, dass es Dinge greifen und sie sich gezielt in den Mund stecken kann. Bei vielen Kindern ist dieser Meilenstein mit etwa einem halben Jahr erreicht.

 

Buchtipp

Bindung macht stark
Tatje Bartig-PrangBindung macht stark

Attachment Parenting ganz entspannt im Alltag leben

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