• Ärztin klärt Patientin am Tisch auf © Thieme Gruppe

    Zur Unterstützung der ärztlichen Aufklärung bietet Thieme Compliance eigene Aufklärungsbögen für bestimmte absehbare oder geplante Zusatzmaßnahmen an. © Thieme Gruppe

     

Neuer Aufklärungsbogen zu Anästhesie und Überwachungsmaßnahmen

Stuttgart/Erlangen, Dezember 2016 – Im Rahmen einer Anästhesie erfolgen häufig invasive Überwachungsmaßnahmen wie beispielsweise das Legen eines arteriellen Katheters, eines zentralen Venenkatheters oder einer Magensonde. Auch diese Zusatzmaßnahmen – und nicht nur die Anästhesie selbst – müssen dem Patienten zuvor erläutert werden, sofern sie geplant oder absehbar sind. Thieme Compliance bietet Ärzten deshalb einen neuen Aufklärungsbogen an, der neben gängigen Anästhesieverfahren auch die Durchführung und Risiken oft nötiger Zusatzverfahren beschreibt. Der Aufklärungsbogen „Anästhesie mit zusätzlichen Überwachungsmaßnahmen bei Erwachsenen und Jugendlichen“ (Kürzel: An9) ist in gedruckter Form und digital erhältlich.

Bei jeder Anästhesie werden die lebenswichtigen Körperfunktionen des Patienten wie Atmung, Herztätigkeit und Kreislauf fortlaufend überwacht. Als Standardmaßnahmen erfolgen meist EKG-Ableitungen, Blutdruckmessungen und eine Pulsoxymetrie. Zusätzlich werden aber häufig weitere, spezielle Überwachungsmaßnahmen durchgeführt, die dem Arzt helfen, mögliche Komplikationen schnell zu erkennen und zu behandeln. Hierzu gehört beispielsweise das Legen eines arteriellen Katheters oder zentralen Venenkatheters (ZVK), um kontinuierlich den Blutdruck in einer Arterie beziehungsweise den zentralen Venendruck zu messen und somit den Kreislauf genau zu überwachen. Außerdem können über beide Katheter Blutproben zur Bestimmung wichtiger Blutwerte entnommen werden. Der ZVK wird zudem genutzt, um spezielle Medikamente schnell in den Blutkreislauf zu bringen. Eine weitere gängige Überwachungsmaßnahme ist das Legen einer Magensonde, die es ermöglicht, Magensaft oder Luft während der Operation abzusaugen.

Solche invasiven Überwachungsmaßnahmen dienen der Sicherheit des Patienten. Da jeder ärztliche Eingriff den Tatbestand einer Körperverletzung erfüllt, bedürfen auch sie der Einwilligung des Patienten. Für den Umfang der Aufklärung ist es nicht entscheidend, ob es sich um den „Primäreingriff“, handelt oder um eine damit verbundene notwendige Zusatzmaßnahme. Besonders wenn die Zusatzmaßnahme geplant oder absehbar ist, also bei einem bestimmten Eingriff häufig zum Einsatz kommt, muss die ärztliche Aufklärung allen Anforderungen genügen, die Gesetz und Rechtsprechung für die Risikoaufklärung verlangen. Einige wenige Hinweise auf Durchführung und Risiken der Zusatzmaßnahme reichen dann nicht aus, vielmehr muss der Arzt den Patienten in vollem Umfang über sämtliche für die Einwilligung wesentliche Umstände der vorgesehenen bzw. absehbaren Zusatzmaßnahme aufklären.

Zur Unterstützung der ärztlichen Aufklärung bietet Thieme Compliance eigene Aufklärungsbögen für bestimmte absehbare oder geplante Zusatzmaßnahmen an. Hierzu gehört im Bereich der Anästhesie der Neubogen „Anästhesie mit zusätzlichen Überwachungsmaßnahmen bei Erwachsenen und Jugendlichen“ (An9).

Dieser Bogen beschreibt außer den Anästhesieverfahren auch das Legen eines arteriellen Katheters, zentralen Venenkatheters, Blasenkatheters oder einer Magensonde und die damit verbundenen Risiken. Der Bogen bietet Patienten so die nötigen Vorabinformationen und erleichtert dem Arzt die mündliche Aufklärung und schriftliche Dokumentation. Hier geht es zum Musterbogen.

Weitere wichtige Informationen zu Zusatzmaßnahmen erhalten Ärzte im juristischen Beitrag von Thieme Compliance: https://www.thieme-compliance.de/fileadmin/user_upload/Juristischer_Beitrag/Dezember_2016.pdf.

Über Thieme Compliance:

Thieme Compliance ist mit mehr als 30 Jahren Markterfahrung ein führender Systemanbieter für medizinisch und juristisch fundierte Patientenaufklärung. Der Spezialist für prozessorientierte Lösungen bietet ein umfassendes Sortiment an Aufklärungsprodukten in allen gängigen Medien: Print- und Digitalprodukte, Filme sowie Durchschreibesätze. Damit steht Kliniken und Praxen eine breite Auswahl zur Verfügung, die sich individuell auf verschiedene Aufklärungssituationen anpassen lässt. Für höchste inhaltliche Qualität und Aktualität der Produkte sorgt ein Expertenteam von über 400 medizinischen Herausgebern, Autoren und Juristen. Höchste Qualitätsstandards dokumentiert das Erlanger Unternehmen auch mit den Zertifizierungen nach DIN EN ISO 13485 und DIN EN ISO 9001.