• Apfeltaschen © Meike Bergmann, TRIAS Verlag

    Kleine Apfeltaschen für kleine Leckermäuler © Meike Bergmann, TRIAS Verlag

     

Baby-led-Weaning: Von der Hand in den Mund

Stuttgart, Mai 2017 – Mit ungefähr sechs Monaten beginnen Babys zu greifen und sich Essen in den Mund zu stecken. Damit fällt der Startschuss für die Beikostzeit, in der Eltern ihrem Baby zusätzlich zur Muttermilch immer neue Lebensmittel anbieten. Dabei müssen Pastinake, Karotte, Blaubeere und Co. nicht immer püriert daher kommen, weiß Tatje Bartig-Prang. In „Breifrei“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2017) stellt sie „Baby-led-Weaning“, eine babygeleitete Beikost, vor, bei der das Baby von Anfang an selbstbestimmt am Familienessen teilnimmt.

Tatje Bartig-Prang ist überzeugt: Selberessen ist Besseressen – und das von Anfang an. „Gesunde Babys, die ihre Nahrungsmittel selbst auswählen und selbstständig zum Mund führen dürfen, haben quasi einen eingebauten Ernährungsberater und greifen genau zu den Dingen, die der kleine Körper benötigt und führen sie sich in genau der richtigen Menge zu“, erklärt sie. Eine Mangelernährung durch zu wenig oder das falsche Essen bräuchten Eltern nicht fürchten, solange sie dem Baby ein passendes Angebot machen. „Nehmen Sie den Beikostbeginn gleichzeitig als Start in eine insgesamt ausgewogene Familienernährung“, empfiehlt sie.

Daher finden Eltern neben vielen wichtigen Informationen zur babygeleiteten Beikost in ihrem Ratgeber auch Inspiration für die Familienküche: Hier stehen Schnittlauchomelette statt Getreidebrei, Zucchini-Pizza statt Pastinaken-Püree und Apfeltaschen statt Heidelbeer-Mus auf dem Speiseplan.

Auch ohne Zähne können Babys am Familienessen teilnehmen: An Dinkelstangen wird ausgiebig gelutscht oder Gnocchi mit Salbeibutter auf der harten Kauleiste zerdrückt. Tatje Bartig-Prang erklärt: „Je mehr wir ein Baby in geschützter Umgebung mit Nahrung üben und experimentieren lassen, desto sicherer wird es bald essen.“

Die Autorin:

Tatje Bartig-Prang berät deutschlandweit Eltern rund um die Themen babygeleitete Beikost, Wickeln, die passenden Tragen und Hypnobirthing. Die Kulturwissenschaftlerin lebt mit ihrer Familie auf einem Bauernhof in Norddeutschland.

Wissenswertes: Die Beikostreife

  1. Das Baby kann mit etwas Unterstützung aufrecht auf dem Schoß sitzen und besitzt eine gewisse Rumpfspannung.
  2. Das Baby kann Hand, Mund und Auge so koordinieren, dass es Dinge sehen, ergreifen und zum Mund führen kann.
  3. Das Baby hat den Zungenstoßreflex vollständig verloren. Es stößt also nicht mehr die Zunge nach vorn, wenn etwas seine Unterlippe oder den Mundraum berührt.

 

Breifrei
Tatje Bartig-PrangBreifrei

Baby-led-Weaning: Einmal kochen - alle essen mit

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