• Baby auf Decke © A. Sinai, Thieme Gruppe

    Entspannt und frei bewegen

     

Alltagshilfen für Eltern aus der osteopathischen Praxis

Stuttgart, Juni 2014 – Großmutter und Tante schütteln den Kopf: „Dass ein Kind so viel schreit, das gab es früher nicht“, teilen sie den oft verzweifelten Eltern mit. Alles nur Einbildung? Keineswegs! Karin Ritter, Osteopathin und Physiotherapeutin mit eigener Praxis, bestätigt diesen Eindruck. In ihrem Ratgeber „Baby-Nöte verstehen“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2014) erklärt sie, warum heute so viele Neugeborene unter sogenannten Anpassungsstörungen leiden und wie Eltern ihrem Baby von Beginn an mit den richtigen Berührungen und Ruhepositionen Gutes tun können.

„Die Geburten heute verlaufen für die Kinder traumatischer als früher“, davon ist Karin Ritter überzeugt. Denn immer weniger kommen ohne Eingriffe von außen auf die Welt: So wird durch den sogenannten Kristeller-Handgriff Druck auf den Bauch der Mutter ausgeübt und das Kind runtergedrückt, um die Geburt zu beschleunigen. Nicht selten kommen andere Hilfsmittel wie die Saugglocke zum Einsatz und fast jedes dritte Kind wird per Kaiserschnitt geboren. „Dabei werden die Halswirbelsäulen der Kinder oft von Geburt an irritiert“, erklärt die Autorin.

Die Folgen belasten das Familienleben. Viele Neugeborene schreien ohne erkennbaren Grund, lassen sich nur schwer beruhigen oder trinken schlecht. Für Karin Ritter liegen die Gründe dafür auf der Hand: „Viele Kinder leiden unter einer großen Muskelanspannung, die ihre Beweglichkeit einschränkt. Besonders oft betroffen sind dabei die Kopfgelenke.“ In ihrem Buch gibt sie Tipps, wie Eltern ihrem Baby helfen können. So schlafen zum Beispiel Neugeborene mit leicht erhöhten Beinchen, in der sogenannten Stufenbettlagerung, sehr viel ruhiger. Aber auch der sanfte Umgang beim Hochnehmen, Wickeln und Anziehen ist wichtig, um nicht nachträglich Stress und Verspannungen zu verursachen. So werden aus täglichen Handgriffen regelrechte „Glückgriffe“, die auch auf der beiliegenden DVD anschaulich vermittelt werden.

Wissenswertes: Schonende Geburtshaltungen

Gute und schonende Möglichkeiten zu entbinden sind der Vierfüßlerstand, die Seitenlage auf der Seite, wo sich der kindliche Rücken befindet, der Knie-Fersen-Sitz oder im Wasser. In all diesen Positionen wird das Hohlkreuz der Mutter durch ihre Hüftbeugung weitestgehend ausgeglichen und das Kind kann mit der Schwerkraft den Bauch verlassen. Auch für die Geburtshelfer sind diese Ausgangsstellungen geeignet, das Köpfchen in der Austreibungsphase gut einzustellen und zu halten, um so einen zu schnellen Austritt zu vermeiden.

Die Autorin:

„Ich bin immer auf der Suche nach guten Lösungen für alle Beteiligten“, sagt Karin Ritter, die seit 1993 in ihrer eigenen Praxis in Dinkelsbühl arbeitet. Mit dieser Devise hat die Osteopathin, Heilpraktikerin und Physiotherapeutin schon unzähligen Kindern und ihren Eltern helfen können.

Buchtipp

Baby-Nöte verstehen
Karin RitterBaby-Nöte verstehen

Verblüffend einfache Alltagshilfen aus der osteopathischen Praxis

EUR [D] 17,99Zum Warenkorb hinzufügenInkl. gesetzl. MwSt.

Call to Action Icon
Rezensionsexemplar Bestellen Sie hier!