Das Original: Basenfasten – die Wacker-Methode®

Fasten – der freiwillige Verzicht auf Nahrung für einen begrenzten Zeitraum – gehört zu den ältesten Naturheil-verfahren der Menschheit. Durch das Heilfasten wird der Stoffwechsel entlastet. Statt immerzu neu aufgenommene Nahrung zu verarbeiten, hat der Stoffwechsel Gelegenheit, Abfallprodukte, die sich im Körper angesammelt haben, abzutransportieren. Diese Pause von der Verdauungstätigkeit und die Entsorgung der „Altlasten“, das Entsäuern, kommen dem gesamten Organismus zugute. Wissenschaftlich belegt sind die heilende Wirkung bei chronischen Krankheiten wie Rheuma oder Gicht. Das allgemeine Wohlbefinden wird deutlich gesteigert, die Aufmerksamkeit geschärft und ungeliebte Fettpölsterchen fangen an zu schmelzen. Regelmäßige Fastenkuren, zu Hause oder in entsprechenden Kurkliniken, erfreuen sich heute großer Beliebtheit.

Fasten ohne Fastenkrise

Viele fürchten jedoch die sogenannten Fastenkrisen: Energie-losigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel – oder schlicht den großen Hunger. Bei Menschen mit Allergien oder chronischen Erkrankungen können diese Heilreaktionen besonders heftig sein. Für sie ist das Basenfasten eine wirkungsvolle Alternative, denn man kann sich mit basischen Lebensmitteln satt essen und man bleibt leistungsfähig. Der Stoffwechsel läuft weiter, „Altlasten“ werden trotzdem, jedoch langsamer und schonender, abtransportiert. Damit kommt es wesentlich seltener zu Fastenkrisen. Um positive Entschlackungseffekte zu erzielen, genügt es also, für eine gewisse Zeit alle sauer wirkenden Nahrungsmittel zu meiden. Kaffee, Fleisch und Käse oder Süßes: viele Lebensmittel, die wir täglich zu uns nehmen, baut der Körper zu Säuren um. Nehmen wir solche Nahrungsmittel in großen Mengen auf, lagern sich diese im Körper ab – der Organismus übersäuert. Beim Basenfasten werden ausschließlich Lebensmittel gegessen, die basisch verstoffwechselt werden. Dadurch wird der Körper wirksam entsäuert. Basenfasten entgiftet somit, trägt zum Wohlbefinden bei und lässt nebenbei noch überschüssige Pfunde purzeln.

Basenfasten in Kürze

1. 100 Prozent basisch:
Nur Basenbildner dürfen in dieser Zeit auf den Tisch. Das sind im wesentlichen Obst, Gemüse, Kräuter, Keimlinge und einige Nüsse sowie hochwertiges Öl wie Lein-, Oliven- oder Rapsöl. Durch den völligen Verzicht auf Säurebildner werden die im Körper abgelagerten Säuren mobilisiert und ausgeschwemmt.

2. Säurebildner sind tabu:
Alle säurebildenden Lebensmittel sind während des Basenfastens nicht erlaubt. Das ist ganz entscheidend für den Erfolg. Säurebildner sind unter anderem Fleisch- und Wurstwaren, Fisch, Milchprodukte, Weißmehl- und Vollkornprodukte, Teigwaren, Reis, Eier, Kaffee, Süßigkeiten und Alkohol.

3. Das Trinken nicht vernachlässigen:
Genauso wichtig ist, dass Sie 2,5 bis drei Liter pro Tag trinken. Trinken durchspült die Lymphe und die Nieren. Nur so können unerwünschte Stoffe den Körper auch verlassen. Tabu sind Kaffee, Espresso, Limonaden und alkoholische Getränke. Trinken Sie stattdessen reines Quellwasser und stark verdünnten Kräutertee.

Die zehn Wacker-Regeln

Regel 1: Vorsicht im Umgang mit Rohkost
Rohkost ist die gesündeste Art, Gemüse und Obst zu sich zu nehmen. Menschen, die einen empfindlichen Darm und/oder Nahrungsmittelallergien haben, sollten jedoch mit Rohkost vorsichtig sein.

Regel 2: Obst und rohes Gemüse nur bis 14.00 Uhr
Unabhängig vom Typ und von den bisherigen Ernährungsgewohnheiten ist es für den Stoffwechsel in der Basenfastenzeit leichter, wenn Sie nach 14.00 Uhr nichts Ungekochtes mehr verzehren.

Regel 3: Die letzte Mahlzeit am Abend vor 18.00 Uhr
Je später Sie essen, umso schlechter schlafen Sie, denn Ihr Darm und Ihre Leber sind mit Verdauen beschäftigt und das belastet. Daher gilt: Abends so früh wie möglich und so wenig wie möglich!

Regel 4: Gemüse – am besten knackig
Bereiten Sie Gemüse so naturbelassen wie möglich zu. Je länger Gemüse gekocht oder gedünstet wird, umso wertloser wird es für unseren Körper.

Regel 5: So wenig wie möglich
Essen Sie so wenig wie möglich und nur so viel wie nötig. Essen Sie stets eine kleine bis mittlere Portion und hören Sie auf, bevor Sie sich richtig satt fühlen. Das Sättigungsgefühl setzt dann meist erst nach einigen Minuten ein.

Regel 6: Nicht zu viel wildes Durcheinander
Achten Sie bei den einzelnen Mahlzeiten darauf, nicht zu viele Nahrungsmittel zu mischen. Wenn Sie nur zwei oder drei Gemüsesorten wählen, haben Sie wesentlich mehr Geschmackserlebnis, als wenn Sie fünf oder mehr Sorten mischen.

Regel 7: Würzen Sie mit Gefühl
Würzen Sie bitte nur sehr dezent. Gewürze irritieren die Geschmacksnerven und lassen Sie das Gefühl für Sättigung verlieren.

Regel 8: Essen mit Lust und Appetit
Essen Sie keine Gerichte, wenn Sie keinen Appetit darauf haben. Wenn sich Ihnen beim bloßen Gedanken an Fenchel der Magen umdreht, sollten Sie auch keinen essen. Sie tun sich und Ihrem Körper damit keinen Gefallen.

Regel 9: Essen Sie mehr Gemüse als Obst
Der Anteil an Obst am Gesamtessen pro Tag sollte 20 Prozent nicht überschreiten. Vor allem wenn Sie einen empfindlichen Magen oder Darm haben und leicht zu Blähungen neigen, sollten Sie Gemüse bevorzugen. Und: Das Obst und Gemüse sollte reif sein, denn nur reifes Obst und Gemüse wird basisch verstoffwechselt.

Regel 10: Kauen Sie gründlich
Diese Regel ist eigentlich die wichtigste Regel, denn „gut gekaut ist halb verdaut.“ Aber was heißt gründlich kauen? Nehmen wir einen dünnen Apfelschnitz als Beispiel: Sie sollten ihn mindestens 30 Mal kauen. Fortgeschrittene schaffen 60 bis 80 Mal!

 

 

Sabine Wacker, Heilpraktikerin mit eigener Praxis in Mannheim, Buchautorin und Erfinderin des Basenfastens.
Es gilt das gesprochene Wort.

Hamburg, Februar 2016