Bedarfsgerecht genießen bei Mangel- und Unterernährung

Stuttgart, November 2012 – Die Lieblingsspeise schmeckt nicht mehr, das Kauen oder Schlucken fällt schwer und der Gürtel muss enger und enger geschnallt werden – dies sind Anzeichen für Ernährungsstörungen, die unerkannt und unbehandelt zu einer Mangel- und Unterernährung führen können. Professor Christian Löser, Dr. Angela Jordan und Ellen Wegner zeigen in ihrem Ratgeber „Mangel- und Unterernährung“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2012), wie Betroffene mit einfachen Strategien und leckeren Rezepten gesund wieder zunehmen und sich ausreichend mit Nährstoffen versorgen können.

„Menschen, die unsere Ernährungssprechstunde aufsuchen, haben unterschiedlichste Beeinträchtigungen beim Essen und Trinken und können meist nur kleine Essensmengen zu sich nehmen: Angesichts üppiger Mahlzeiten schnürt es ihnen die Kehle zu“, so die Erfahrung von Ökotrophologin Dr. Angela Jordan. Ziel einer bedarfsgerechten Ernährung für diese Patienten ist es, die tägliche Energie- und Nährstoffzufuhr zu steigern, ohne die Menge der Speisen zu erhöhen. In diesem Fall sollte die Kost nährstoffreich und energiereich sein, und nicht etwa energiearm, wie es allgemein für eine gesunde Ernährung gefordert wird. „Diesen scheinbaren Widerspruch zwischen ‚gesunder‘ und ‚bedarfsgerechter‘ Ernährung müssen die Betroffenen verstehen, um die für sie in dieser Situation richtige Ernährung zu genießen“, erklärt Professor Christian Löser. Sahne statt Magermilchjoghurt, Butter statt Halbfettmargarine und viele eiweißreiche Lebensmittel wie Fisch, Fleisch und Ei, aber auch Obst und Gemüse gehören auf den Speiseplan. „Vereinfacht gesagt dürfen Betroffene alles essen, was sich Übergewichtige dringend verkneifen müssen“, ergänzt Ellen Wegner.

Besonders häufig betroffen sind alte Menschen und Patienten mit schweren Erkrankungen. Aber auch durch Lebenskrisen und anhaltende Belastungs- und Stresssituationen kann sich der Ernährungszustand verschlechtern. Die Rezepte, die in diesem Buch vorgestellt werden, wurden bewusst so ausgewählt, dass auch in kleinen Portionen viele Nährstoffe, Kalorien und Eiweiß enthalten sind und sich auch Kau- und Schluckprobleme gut bewältigen lassen. So greifen unterernährte Menschen wieder mit Appetit zu.

Wissenswertes: Gut versorgt

Es liegt immer dann eine Mangelernährung vor, wenn der Betreffende weniger Nahrung aufnimmt, als er an Nährstoffen benötigt. Sechs bis acht kleine Mahlzeiten am Tag empfehlen deshalb die Autoren. Besonders wichtig sind die Zwischenmahlzeiten, für die sich energiereiche Shakes wie ein Zwetschgenshake mit Zimtsahne besonders gut eignen.

Die Autoren

Prof. Dr. Christian Löser leitet als Chefarzt die Medizinische Klinik des Roten Kreuz Krankenhauses in Kassel, wo er speziell für die Behandlung von Patienten mit Unter- und Mangelernährung das „Kasseler Modell“ etabliert hat. Dr. Angela Jordan ist Diätassistentin und Diplom-Oecotrophologin. Ihr Spezialgebiet ist die Beratung und Begleitung von Menschen mit schwierigen Esssituationen, wie Krebspatienten aber auch ältere Menschen. Ellen Wegner ist ausgebildete Krankenschwester und Fachkraft für enterale und parenterale Ernährung.

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