• Holunder © Anke Schütz, TRIAS Verlag

    Holunder war als heilkräftiger Baum schon immer ein wichtiger Bestandteil der Hausapotheke. Heute stellt man aus seinen Blüten schmackhafte Gelees, Sirup oder Tee her. © Anke Schütz, TRIAS Verlag

     

Vom Strauch und Baum auf den Teller – Kochen mit Wildfrüchten

Stuttgart, September 2018 – Ahornblätter, Schlehen oder Hagebutten – viele Wildfrüchte sind besonders nährstoffreich, gesund und schmackhaft. Im Buch „Wildfrüchte“ (TRIAS Verlag) stellt Phytotherapeut Rudi Beiser die 20 besten heimischen Wildfrüchte mit leckeren Rezeptideen vor.

Stuttgart, September 2018 – Viele Wildfrüchte sind besonders nährstoffreich, gesund und schmackhaft. Ahornblätter, Schlehen, Hagebutten und Co. lassen sich ohne viel Aufwand zu Säften, Aufstrichen, Likören oder Desserts verarbeiten. Sie sind nicht nur lecker, sondern bieten auch Extra-Portionen an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen mit zum Teil sogar heilsamer Wirkung. In seinem neuen Buch „Wildfrüchte. Ein kulinarisches Abenteuer mit 40 vitalen Rezepten“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2018) stellt Heilpflanzenkenner und Phytotherapeut Rudi Beiser die 20 besten heimischen Wildfrüchte mit leckeren Rezeptideen vor.

Bucheckern nutzte man früher für Öl, heute sind sie – im Mixer zu Mehl zerrieben – eine gesunde Backzutat. Holunder war als heilkräftiger Baum schon immer ein wichtiger Bestandteil der Hausapotheke. Heute stellt man aus seinen Blüten schmackhafte Gelees, Sirup oder Tee her. Die Felsenbirne ist auch bekannt als „Rosinenstrauch“ oder „Korinthenbaum“, denn die Früchte schmecken ähnlich wie Rosinen. Als Zutat in Obstsalaten oder in Gebäck sind sie eine süße Köstlichkeit.

Wildfrüchte sind nicht nur schmackhaft. „Die essbaren Pflanzenteile von Bäumen und Sträuchern zeichnen sich durch einen außergewöhnlichen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen aus“, erklärt Rudi Beiser. „So enthält beispielsweise die Hagebutte mehr als zwanzigmal so viel Vitamin C wie eine Zitrone, die Blätter der Linde haben einen 3,5-fachen Proteingehalt von Spinat.“ Auch der Gehalt an sogenannten sekundären Pflanzenstoffen, die unter anderem antientzündlich, blutdruck- und cholesterinsenkend wirken können, sei besonders hoch, erklärt der Phytotherapeut. Damit sind Wildfrüchte echte „Superfoods“.

Die Wildfrüchte-Küche fängt mit dem Sammeln an – ob im eigenen Garten, im Park um die Ecke oder in der freien Natur. Rudi Beiser erklärt, worauf Sammler grundsätzlich achten sollten und stellt die wichtigsten Wildfrüchte ausführlich vor. Er schlägt Basisrezepte vor, etwa für Säfte und Aufstriche, die sich ohne viel Aufwand mit fast allen Wildfrüchten zubereiten lassen. Dazu gibt es leckere Rezepte für Vogelkirsch-Mohn-Kuchen, Kastanien-Kürbis-Suppe, oder Schlehen-Chutney.

Wissenswertes: Risiko Fuchsbandwurm?

Bei Bäumen und hohen Büschen muss man sich keine Sorgen machen, sich zu infizieren, aber eventuell bei Zwergsträuchern wie der Heidelbeere. „Trotz Schwere der Erkrankung gibt es keinen Grund zur Beunruhigung, denn die meldepflichtige Infektion ist außerordentlich selten. Jährlich erkranken in ganz Deutschland nur etwa 20 Menschen, das Risiko ist also sehr gering. Es ist kein einziger Fall dokumentiert, der auf den Genuss von Wildfrüchten zurückzuführen ist“, erklärt Rudi Beiser.

Der Autor:

Rudi Beiser ist seit über 35 Jahren mit Wildfrüchten und -kräutern verbunden. Er verfügt über jahrzehntelange Erfahrung als Dozent und betrieb über 20 Jahre den Anbau und die Vermarktung von Kräutern. Er wohnt im südbadischen Friesenheim.

Buchtipp

Wildfrüchte
Rudi BeiserWildfrüchte

Ein kulinarisches Abenteuer. Mit 40 vitalen Rezepten

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