• "Gesund essen bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse" – der TRIAS Ratgeber bietet über 130 stärkende und abwechslungsreiche Rezepte

     

Bekömmliche Kost bei Pankreas-Erkrankungen

Stuttgart, Januar 2013 – Jährlich erkranken 20.000 Menschen an ihrer Bauchspeicheldrüse. Eine konsequente Ernährungsumstellung ist bei der Diagnose Pankreatitis oder Bauchspeicheldrüsenkrebs unumgänglich. Welche Nahrungsmittel geeignet sind und wie diese bekömmlich zubereitet werden, vermitteln Waltraud Eggstein, Eva-Maria Lange, Elke Silberzahn und Reinhard Singer in ihrem Ratgeber „Gesund essen bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2012). Sie stellen neue ernährungsmedizinische Erkenntnisse vor und erklären, wie sich mit einem individuellen Ernährungsfahrplan die Beschwerden lindern lassen. Über 130 gut verträgliche Rezepte zeigen: Essen bei Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen muss keine Qual sein.

Die Bauchspeicheldrüse spielt für unsere Gesundheit eine Schlüsselrolle. Zum einen produziert sie täglich circa 2 Liter Bauchspeichel. Dieser Pankreassaft enthält Verdauungsenzyme, die die mit dem Essen aufgenommenen Nährstoffe aufspalten. Nur so können Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße ins Blut aufgenommen werden. Zum anderen produziert sie Hormone, wie zum Beispiel Insulin, das den Blutzuckerspiegel reguliert. Arbeitet die Bauchspeicheldrüse nicht richtig, oder wurde sie sogar, etwa wegen eines Tumors, entfernt, hat das weitreichende Auswirkungen auf die Verdauung und damit auf den gesamten Organismus.

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse sind häufig sehr schmerzhaft. Patienten klagen zudem häufig über Appetitlosigkeit. Die Autoren wissen, welche Speisen geeignet sind und welche besser gemieden werden sollten: „Erfahrungsgemäß sind ‚warme Speisen‘ besser bekömmlich und leichter verdaulich“, erklären sie. „Wählen Sie nährwertschonende Garverfahren wie Dünsten, Dämpfen und Garen in Folien. Halten Sie beim Braten die Temperatur niedrig, damit nur eine leichte Bräunung erzielt wird und sich nicht zu viele Röststoffe bilden. Reiben Sie Rohkost sehr fein und kauen Sie gut, dann können die Verdauungsenzyme besser wirken. Vollreifes Obst wird meist besser vertragen als unreifes. Darüber hinaus sollten Sie nicht zu heiß oder zu kalt essen oder trinken.“

Zusätzlich zur ausgewogenen Ernährung müssen gegebenenfalls Enzympräparate in Form von Tabletten, Kapseln oder Granulat eingenommen werden. Deren Wirkungsdosis wird in Lipaseeinheiten angegeben. Die Dosierung von Enzympräparaten richtet sich nach dem Fettgehalt des Essens.

Mit über 130 Rezepten inklusive Angabe der Lipaseeinheiten geben die Autoren Anregungen für eine geeignete und leckere Kost.

Wissenswertes

Eine ausreichende Fettzufuhr ist bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse sehr wichtig. Fett liefert viel Energie und ist Voraussetzung für die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen. Das Problem: Häufig wird leider das Fett schlecht vertragen. Bis noch vor wenigen Jahren empfahl man eine fettreduzierte Kost, doch das ist passé. Um Untergewicht und Mangelernährung zu vermeiden, sollten Sie eine verträgliche Fettmenge aufnehmen, und diese individuell tolerierte Menge schwankt von Mensch zu Mensch zwischen 70 g und maximal 100 g am Tag.

Die Autoren

Dr. med. Reinhard Singer ist Internist im Europäischen Pankreaszentrum der Universität Heidelberg. Waltraud Eggstein ist Diätassistentin und Lehrkraft für Ernährung und Diätetik und war jahrelang verantwortlich für die Diätberatung am Krankenhaus Speyererhof in Heidelberg. Seit 1990 leitet sie die Fachschule für Diätassistenten in Heidelberg. Die Mitautorinnen Eva-Maria Lange und Elke Silberzahn sind ebenfalls Diätassistentinnen und Dozentinnen an der Fachschule für Diätassistenten.

Buchtipp

Call to Action Icon
Rezensionsexemplar Bestellen Sie hier!