Betreuungsrecht für Ärzte leicht gemacht: Thieme Compliance bietet ab sofort neue Formularsammlung

Stuttgart, Februar 2010 – Jährlich sind rund 1,3 Millionen Patienten nicht mehr in der Lage, selbst über medizinisch notwendige Behandlungsmaßnahmen zu entscheiden. Haben diese Patienten keinen gesetzlicher Vertreter, ist der Arzt in seinem Handeln eingeschränkt. Denn jede medizinische Maßnahme bedarf der Einwilligung des Patienten oder seines Vertreters. Ab sofort bietet Thieme Compliance mit 30 neuen Formularen zum Betreuungsrecht Ärzten Rechtssicherheit. Überdies lassen sich die Formular auch ohne rechtliche Vorkenntnisse leicht und schnell ausfüllen.

Kann ein Patient beispielsweise infolge einer fortschreitenden Demenz oder eines schweren Unfalls nicht selbständig entscheiden, übernimmt ein Betreuer die Rechts- und Gesundheitsfürsorge. Das ist auch für Ärzte wichtig: Denn keine medizinische Maßnahme darf ohne hinreichende Aufklärung und wirksame Einwilligung des Betroffenen durchgeführt werden. Ansonsten stellt sie eine strafbare Körperverletzung des Patienten dar. „Nur die wenigsten wissen, dass Familienangehörige im Ernstfall kein automatisches Vertretungsrecht haben. Nur sorgeberechtigte Eltern dürfen für ihre minderjährigen Kinder entscheiden“, erläutert Reinhold Tokar, Geschäftsführer von Thieme Compliance in Erlangen.

Jeder gesunde Mensch kann eine Vertrauensperson mit einer Vorsorgevollmacht beauftragen. Das machen jedoch wenige Menschen. Deshalb sind Ärzte vermehrt mit entscheidungsunfähigen Patienten konfrontiert. „Obwohl diese Situation in Klinik und Praxis allgegenwärtig ist, herrscht unter Ärzten eine große Unsicherheit bezüglich des rechtlich korrekten Vorgehens. Viele wissen oft nicht, wie und wo sie eine Betreuung beantragen oder ein Bettgitter für den Patienten genehmigen lassen können“, erläutert Tokar.

Die neuen Formulare zum Betreuungsrecht richten sich an alle Ärzte. Sie sollen ihnen den Rechtsverkehr mit den Betreuungsgerichten erleichtern. Denn sie helfen, erforderliche Anträge schnell und rechtlich korrekt zu stellen. Dazu gehört nicht nur die Einrichtung einer rechtlichen Betreuung, auch freiheitsentziehende Maßnahmen wie ein Bettgitter müssen genehmigt werden. Die von einem Betreuungsrichter entwickelten Formulare gewährleisten, dass der Arzt alle notwendigen Informationen übermittelt, die das Gericht für seine Entscheidung benötigt. Ein Großteil der Angaben kann per Ankreuzverfahren erfolgen. „Das Ausfüllen des Vordruckes ist dadurch sehr einfach und zeitsparend“, so Tokar. „Zudem werden die Formulare stets aktualisiert, so dass alle Gesetzesänderungen enthalten sind.“

 

Thieme Compliance

Diomed und proCompliance erstellen unter dem gemeinsamen Firmendach Thieme Compliance Patientenaufklärungsbögen für über 1000 unterschiedliche diagnostische und therapeutische Eingriffe in bis zu 13 Sprachen. Damit gehören sie zu den großen Anbietern für juristisch abgesicherte Patientenaufklärung. Jährlich nutzen Ärzte millionenfach diese Bögen in gedruckter oder digitaler Form.