• Meditation © Renate Stockinger

    Meditieren ist nicht nur regungsloses Sitzen. Es gibt auch aktive, dynamische Meditationsübungen.

     

Alternative zu Sitz-Qualen: Bewegte Meditation

Stuttgart, Juli 2014 – Einsteiger verbinden mit Meditieren oft regungsloses Sitzen in unbequemen Haltungen – für viele Menschen eine große Hürde und ein Grund, es überhaupt nicht erst zu versuchen. „Dabei hat jede Meditationsschule auch aktive, dynamische Übungen“, erklärt Monika A. Pohl. In ihrem Hörbuch „Bewegte Meditation“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2014) leitet die Physiotherapeutin sechs Formen aktiver Meditation an, wie zum Beispiel Geh- oder Tanzmeditation und Schattenboxen. Sie alle können unabhängig von Geschlecht, Alter und körperlicher Fitness durchgeführt werden.

Muss Meditieren unbedingt aus bewegungslosem Sitzen in Versenkung bestehen? „Nein“, so Pohl. „Die meisten von uns sitzen ohnehin zu viel am Tag und bewegen sich deutlich zu wenig.“ Deswegen sei unbewegtes Meditieren nicht für jeden der richtige Weg, um nach Feierabend oder zwischendurch zu entspannen. „Für manchen ist es besser, zunächst in Bewegung zu kommen, bevor er in die Entspannung abtaucht.“

Auf ihrer CD stellt sie sechs Formen bewegter Meditation vor: Neben vermutlich bekannteren Varianten wie Geh- und Atemmeditation finden sich auch überraschende Techniken wie meditatives Schattenboxen, die Schüttelmeditation und das Sufikreisen mit Summton. „Bewegte Meditationen verbinden Bewegung mit tiefer Entspannung und nutzen Synergien für Körper, Geist und Seele“, erklärt Pohl. Durch die Symbiose aus traditionellen Techniken und bewegten Impulsen lasse sich diese Form der Meditation besonders gut in den modernen Alltag von Stadt-Menschen integrieren.

Gut zu wissen: Alle Übungen sind einfach gehalten und dauern nicht länger als zehn Minuten. Das beiliegende Booklet führt in die bewegte Form der Meditation ein, die einzelnen Meditationen sind ausführlich erläutert.

Wissenswertes: Gute Rahmenbedingungen schaffen  

Für die Zeit des Meditierens zieht man sich vom turbulenten Alltagsgeschehen an einen ruhigeren Ort zurück. Es empfiehlt sich, bequeme Kleidung zu tragen und möglichst barfuß zu üben. Die unterschiedlichen Gedanken, die ständig im Geist auftauchen, greift man nicht auf, sondern lässt sie wie Wolken am Himmel an sich vorbeiziehen. Durch das Schließen der Augen blendet man äußere Reize aus, gelegentliches Einnicken ist normal: Einfach weiter versuchen, wach und präsent zu bleiben.

Die Autorin:

Monika A. Pohl ist Physiotherapeutin, Yoga-Coach sowie Fitnessfachwirtin (IHK) und Fachwirtin für Prävention und Gesundheitsförderung (IHK). Seit 1994 arbeitet sie freiberuflich als Kursleiterin in den Bereichen Prävention und Gesundheitsförderung für Erwachsene und Kinder.  

 

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