Mit Naturheilverfahren kann eine Borreliose effektiv erkannt und behandeln werden

Stuttgart, Januar 2009 – Eine Infektion mit Borrelien kann schonend und verlässlich mithilfe einer Blutuntersuchung im Dunkelfeldmikroskop diagnostiziert werden. Homöopathische Arzneimittel können zudem Spätfolgen dieser Krankheit vermeiden und bieten Tierhaltern eine wirkungsvolle Alternative zur Antibiotikatherapie. Wie Tiere mit einer Borreliose effektiv und schonend behandelt werden können, berichtet die aktuelle Ausgabe der "Zeitschrift für Ganzheitliche Tiermedizin" (Sonntag Verlag, Stuttgart, 2008).

Wird eine Infektion mit Borrelien nicht rechtzeitig erkannt, kann es bei den betroffenen Tieren zu Gelenkentzündungen, Abmagerung und Lähmungserscheinungen kommen. Die Diagnose dieser Krankheit ist jedoch schwierig, da es keine eindeutigen Symptome gibt. Zudem lassen sich die Erreger nur durch eine aufwändige Hautbiopsie oder Blutuntersuchung nachweisen. "Bis die Laborergebnisse vorliegen, verlieren Tierhalter jedoch wertvolle Zeit", erklärt Dr. Peter Berger, niedergelassener Veterinärmediziner in Drosa. Eine Blutuntersuchung im Dunkelfeldmikroskop liefert Tierärzten eine schnellere und verlässliche Diagnose. "Durch die Abwehrreaktion des Organismus bilden sich im Blut von infizierten Tieren typische so genannte Filitnester, die gut erkennbar sind", so Dr. Berger. Im Dunkelfeldmikroskop zeigen sich diese Nester als Ansammlung kleiner Fädchen. "Gleichzeitig kann die Intensität dieser Muster Hinweise auf das Infektionsstadium geben." Verlässliche Aussagen könnten jedoch nur getroffen werden, wenn das Tier gleichzeitig klinisch untersucht werde.

Eine rasche Diagnose der Borreliose ist vor allem deshalb wichtig, weil der Erreger so genannte zellwandfreie Formen ausbilden kann. Antibiotika verlieren in diesem Stadium der Erkrankung ihre Wirkung, da sie die äußere Hülle der Bakterien angreifen. Hier bietet sich eine Therapie mit alternativen Heilverfahren an. "Basische Stoffe und eiweißfreies Futter helfen dabei, dass innere Milieu der Tiere zu regulieren", so Dr. Berger. Zusätzlich werden den Tieren homöopathische Arzneimittel verabreicht, die nach einem definierten Therapieprotokoll gegeben werden. "Diese naturheilkundliche Form der Borreliosebehandlung ruft keine Nebenwirkungen hervor und kommt völlig ohne Antibiotika aus", betont Dr. Berger. "Die Erfahrung hat zudem bereits gezeigt, dass diese Therapie sehr wirksam ist."

P. Berger:
Borreliosediagnostik mit Dunkelfeldmikroskopie
Zeitschrift für Ganzheitliche Tiermedizin 2008; 22 (4): 154-155

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