Thieme erweitert CNE um Pflichtfortbildungen – Für mehr Qualität in der Pflege

Stuttgart, Mai 2009 - Arbeitsschutz, Notfallmanagement, Brandschutz und Hygiene sind Fortbildungen, die Pflegekräfte regelmäßig durchlaufen müssen – so will es der Gesetzgeber. Um Kliniken und Pflegende dabei zu unterstützen, die Pflichtfortbildungen regelmäßig zu leisten, erweitert der Georg Thieme Verlag jetzt das Angebot seines multimedialen und zertifizierten Fortbildungsprogramms Certified Nursing Education (CNE) um die Module Notfallmanagement und Arbeitsschutz.

Pflegende kümmern sich täglich um die Gesundheit ihrer Patienten. Dass sie dabei auch selbst gesund bleiben, ist nicht selbstverständlich. Der gesetzlich vorgeschriebene Arbeitsschutz soll dies sicherstellen. „Guter Arbeitsschutz verringert die Belastungen für Pflegende und hilft ihnen gleichzeitig, mit dem richtigen Verhalten aktiv zur Prävention von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten beizutragen“, erklärt Claudia Stiller-Harms von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), mit der Thieme die Pflichtfortbildung zum Arbeitsschutz erstellt hat. Jeder Arbeitgeber muss deshalb seine Mitarbeiter einmal jährlich zum Thema Arbeitssicherheit unterweisen, damit diese auf dem aktuellen Wissenstand sind.

Ebenfalls verpflichtend sind Fortbildungen im Notfallmanagement. Bei bis zu zehn Prozent aller Patienten gibt es während des Klinikaufenthalts Komplikationen. Muss ein Patient auf Station reanimiert werden, ist die Pflegekraft gefordert: Sie muss die Situation einschätzen können und genau wissen, was zu tun ist. Allgemeine Handlungsrichtlinien im Notfall oder lebensrettende Sofortmaßnahmen sind daher ebenso Teil des Fortbildungsmoduls „Notfallmanagement“ wie Krankheitsbilder, die häufig zu Notfallsituationen führen. Unabhängig von den Pflichtfortbildungen erfordert der sich ständig wandelnde Tätigkeitsbereich in der Pflege ständiges Lernen: Der Georg Thieme Verlag hat hierfür in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Pflegerat e.V. das Fortbildungsprogramm „Certified Nursing Education (CNE)“ entwickelt. Es unterstützt die Krankenhäuser in der Fortbildung ihrer Pflegekräfte und bietet diesen die Möglichkeit, sich kontinuierlich und flexibel fortzubilden.

Alfred Stockinger, Pflegedirektor am Universitätsklinikum Regensburg, hat das überzeugt: „Mit der jetzt erworbenen Lizenz können sich alle Pflegekräfte informieren und eigenständig fortbilden. Sie können sich mit Kollegen über Inhalte austauschen und selbstverantwortlich neue Handlungsansätze für den eigenen beruflichen Bereich entwickeln.“ Besonders entscheidend für den Diplom-Kaufmann, der die Personalentwicklung der Pflegekräfte verantwortet, war der hohe Praxisnutzen des Fortbildungsprogramms. „Mit CNE stellen wir als Klinik sicher, dass unsere Pflegekräfte den Anforderungen des Arbeitsalltags gewachsen sind. Die Fortbildungsinhalte garantieren Aktualität und Qualität – Aspekte, die unserer Klinik zugute kommen.“ Die CNE Pflichtfortbildungen kann jede Pflegekraft online bearbeiten und den dazugehörigen Fragebogen ausfüllen, wenn sie die Zeit dazu hat. Alle Pflegenden erhalten ein Zertifikat über die Teilnahme an der Fortbildung. Nach einem Jahr bekommt der Pflegende eine E-Mail, die ihn an die Auffrischung der Fortbildungen erinnert. Kliniken haben durch das erweiterte CNE Angebot nicht nur einen geringeren Organisationsaufwand, sondern können auch nachweisen, dass alle Pflegekräfte die Fortbildungen absolviert haben.

Über CNE

CNE wurde vom Georg Thieme Verlag entwickelt und vom Deutschen Pflegerat zertifiziert. Das Fortbildungsprogramm besteht aus fünf multimedialen Elementen, die einander ergänzen: Die Fachzeitschrift CNE.fortbildung erscheint fünfmal im Jahr. Jede Ausgabe enthält vier Lerneinheiten. Ein Fragebogen dient der Wissensüberprüfung. Diesen können die Teilnehmer ausfüllen und auf diese Weise CNE Punkte sammeln. Beim 32-seitigen CNE.magazin liegt der Fokus auf Porträts, Auslandsreportagen oder Erfahrungsberichten. Auf der Wissensplattform CNE.online finden Pflegende alles, was sie für ihre Arbeit benötigen: In der elektronischen Buchbibliothek stehen ihnen die wichtigsten Pflege- und Medizinbücher zur Verfügung. Darüber hinaus finden sie dort circa 350 Kurzfilme, die Pflegehandlungen, Untersuchungen und neue Pflegekonzepte zeigen. Der CNE.expertenrat beantwortet Fragen der Pflegenden. In den CNE.seminaren, die der Georg Thieme Verlag organisiert, können sie ihr Wissen vertiefen.