Medizinische Versorgung von Flüchtlingen - CRM Centrum für Reisemedizin bietet kostenfreies Online-Seminar an

Düsseldorf, September 2015 – Bis zu 800 000 Asylbewerber werden dieses Jahr in Deutschland erwartet. Neben Fragen ihrer Unterbringung und ihres Auskommens, ist auch ihre medizinische Versorgung ein derzeit viel diskutiertes Thema. Die Flucht hat viele der Menschen körperlich und seelisch geschwächt und sie leben momentan auf engstem Raum in Erstaufnahmeeinrichtungen. Das macht einen umfassenden Impfschutz wichtig, um die Verbreitung von Infektionen wie Influenza zu verhindern. Manche haben in ihren Heimatländern oder auf der Flucht Erkrankungen erworben, die hierzulande selten oder gar nicht vorkommen und mit deren Diagnostik und Behandlung Ärzte wenig Erfahrung haben. Deshalb bietet das CRM Centrum für Reisemedizin Ärzten und medizinischem Personal jetzt das kostenfreie Online-Seminar „Medizinische Versorgung von Flüchtlingen“ an. Es ist bis zum 21. Oktober 2015 abrufbar.

Das Seminar gibt unter anderem Empfehlungen zur Auffrischung von Impfungen und zur Grundimmunisierung und unterbreitet Vorschläge für die Routineuntersuchung. Professor Dr. med. Tomas Jelinek, Infektiologe und Wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin, klärt in dem einstündigen Seminar außerdem darüber auf, welche Infektionskrankheiten in den verschiedenen Herkunftsländern verbreitet sind und als Diagnose in Frage kommen könnten. Zu den wichtigsten Anhaltspunkten für eine Diagnose zählen Herkunftsland, Fluchtroute und Fluchtumstände und die Inkubationszeit einzelner Krankheiten. „Asylsuchende leiden seltener an „exotischen“ Erkrankungen als vielmehr an solchen, die auch hierzulande verbreitet sind – etwa grippale Infekte oder Masern“, betont Jelinek. Ein aufgrund der Flucht vergleichsweise schlechterer Gesundheitszustand, die Unterbringung in Gemeinschaftseinrichtungen und fehlende Impfprogramme in manchen Herkunftsländern erhöhen das Risiko, dass Asylsuchende sich mit solchen Infektionen anstecken.

Das Robert Koch-Institut liefert eine Aufstellung von hierzulande ungewöhnlichen Infektionskrankheiten, die bei Asylsuchenden auftreten können – darunter Malaria, Typhus oder Läuserückfallfieber. Gleichzeitig betont das Institut, dass eine Ausbreitung dieser Erkrankungen in die Allgemeinbevölkerung sehr unwahrscheinlich sei.

Ärzte und medizinisches Personal können das kostenlose einstündige CRM-Online-Seminar „Medizinische Versorgung von Flüchtlingen“ noch bis 21. Oktober 2015 unter http://crm.adobeconnect.com/p9hrz43vrw8/ abrufen. Benötigt wird neben einem möglichst schnellen Internetzugang wie DSL oder UMTS ein aktueller Browser mit Flash-Plugin. Teilnahmebescheinigungen oder CME-Punkte können aufgrund der anonymisierten Form der Teilnahme nicht vergeben werden.

Call to Action Icon
Jetzt teilnehmen! Kostenfreies Online-Seminar