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    App-Ansicht „Das Aufklärungsgespräch“

     

Neue App „Das Aufklärungsgespräch“: Mobile Hilfestellung für Ärzte

Erlangen/Stuttgart, Juni 2014 – Aufklärungsgespräche mit Patienten sind für Ärzte bisweilen mit Unsicherheiten verbunden: Wie tiefgehend und detailliert muss der Patient über die Risiken eines Eingriffs informiert werden? Darf nur der behandelnde Arzt selbst die Aufklärung durchführen oder kann dies auch ein Kollege übernehmen? Und was ist zu tun, wenn der Patient seine Einwilligung verweigert? Thieme Compliance, einer der größten Anbieter von juristisch fundierter Patientenaufklärung, hat nun eine App entwickelt, die Ärzten Hilfestellung in kritischen Situationen bietet. Anhand aktueller Urteile erhält der Nutzer Handlungsempfehlungen für die klinische Praxis. Kritische Haftungsfallen werden von Medizinrechtlern beleuchtet. Die App Das Aufklärungsgespräch ist als In-App der mobilen Thieme Bibliothek KittelCoach ab sofort verfügbar.

„Bei der App handelt es sich um eine speziell für Ärzte aufbereitete Fallsammlung, die heikle Aufklärungssituationen beschreibt, Gerichtsurteile vorstellt und darauf basierend Handlungsempfehlungen gibt“, sagt Dr. Ira Zauner, Projektmanagerin der App Das Aufklärungsgespräch. „Erfahrene Juristen des Medizinrechts zeigen anhand von Haftungsfallen, worauf in welcher Situation genau zu achten ist – dabei haben wir besonders Wert darauf gelegt, komplizierte juristische Fachbegriffe zu vermeiden und zu den vorgestellten Fällen kurze und prägnante Fazits zu liefern“. Die App gliedert sich in drei Hauptteile. Ein erster Teil der Anwendung befasst sich mit dem Umfang der Aufklärung: Wie detailliert muss aufgeklärt werden? Inwiefern und in welchen Fällen sind Erweiterungen eines Eingriffs abgedeckt? Diese und ähnliche Fragen werden hier behandelt. Ein zweiter Teil hat die Risikoaufklärung zum Thema. Ausgewählte Urteile zeigen, in welchen Fällen es auf jedes Wort ankommen kann und welche Risiken juristisch nicht für aufklärungspflichtig befunden wurden. Ein dritter Teil beschäftigt sich mit Situationen, in denen keine Einwilligung des Patienten vorliegt. Wann kann auf eine Aufklärung verzichtet werden? Und wie sollten Ärzte vorgehen, wenn der Patient seine Einwilligung verweigert?

Mit Hilfe der integrierten Suchfunktion kann der Nutzer gezielt nach bestimmten Stichwörtern recherchieren. In Form von Verlinkungen bindet die App zudem das Patientenrechtegesetz im Wortlaut mit ein – bei Bedarf können so immer auch Informationen aufgerufen werden, die über die in der App gebotenen Zusammenfassungen hinausgehen. Die App zeigt außerdem Beispiele, wie Ärzte am besten mit der Dokumentation von Aufklärungsgesprächen verfahren sollten und wie vor Gericht der Nachweis einer Aufklärung geführt werden kann.

„Mit dem 2013 in Kraft getretenen Patientenrechtegesetz wurden Regelungen zur Patientenaufklärung neu ins Bürgerliche Gesetzbuch aufgenommen“, sagt Reinhold Tokar, Geschäftsführer von Thieme Compliance. „Vor einem Eingriff muss der Arzt einen Patienten umfassend informieren und aufklären. Dies galt zwar auch schon vor dem Gesetz - mit der aktuellen App geben wir Ärzten aber leicht verständliche und prägnante Handlungsempfehlungen an die Hand, auf die sie jederzeit zugreifen können. Die App informiert Ärzte, damit die wiederum ihre Patienten gut informieren können!“.

Die App Das Aufklärungsgespräch ist als In-App der mobilen Thieme-Bibliothek KittelCoach ab sofort erhältlich. Sie kann zum Preis von 7,99 Euro im App-Store von Apple für iPad und iPhone heruntergeladen werden: https://itunes.apple.com/de/app/kittelcoach/id416062731?mt=8.

Weitere Informationen zu KittelCoach finden Interessierte unter https://www.thieme.de/de/aerzte-in-weiterbildung/kittelcoach-20281.htm