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    In Dears Buch erfahren Sterbende und Angehörige viel über den Tod und das Sterben von der Diagnose bis zu den letzten Stunden.

     

Erkenntnisse über den Tod: Wie fühlt sich sterben an?

Stuttgart, August 2020 – Sterben gehört zum Leben, die Auseinandersetzung mit dem Lebensende – dem eigenen oder dem von Angehörigen – fällt jedoch schwer. Die Hospizmitarbeiterin Jennie Dear hat viele Jahre Sterbende und deren Freunde und Familien in Hospizen begleitet und zahlreiche Gespräche mit Ärzten, Krankenschwestern, Psychologen und anderen medizinischen Experten geführt. In ihrem Buch „Wie fühlt es sich an zu sterben?“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2020) beantwortet sie Fragen wie „Tut Sterben weh? Kann man sich vorbereiten und daraus neue Stärke ziehen? Was erleben Patienten in ihren letzten Monaten?“. Damit möchte sie Sterbenden und Angehörigen Ängste nehmen und ihnen dabei helfen, den letzten Weg selbst zu gestalten oder Angehörige dabei zu begleiten.

„Mit unserer eigenen Sterblichkeit beschäftigen wir uns nicht. Die medizinische Vorsorge ist teilweise so gut, dass man in dem Glauben lebt, alles könne geheilt werden“, erklärt Dear. Ihr selbst wurde das während der langen Krankheit ihrer Mutter bewusst: „In den sechseinhalb Jahren der Behandlung – meine Mutter hatte zwei Hausärzte, einen Kardiologen, verschiedenste Röntgenspezialisten, Krankenschwestern in zwei onkologische Kliniken und Chirurgen in drei unterschiedlichen Kliniken gesehen – hatte nicht ein einziges Mal auch nur einer mit ihr darüber gesprochen, was passieren würde, wenn sie stürbe“, erzählt sie.

Die meisten Menschen sterben nach Wochen, Monaten oder Jahren des Wissens um eine tödliche Krankheit. „Aber die wenigsten von uns wissen, was sie in dieser Zeit zu erwarten haben“, bedauert die Autorin. Sie hat viele Jahre Sterbende in Hospizen begleitet: „Ich versuche in meinem Buch, so ehrlich wie möglich zu sein, manchmal unverblümt. Aber ich versuche auch, die Schönheit und Freude zu vermitteln, die den Tod oft umgibt – die Bedeutung, die der Tod einem Sterbenden und den Menschen um ihn herum verleiht.

In ihrem Buch erfahren Sterbende und Angehörige viel über den Tod und das Sterben von der Diagnose bis zu den letzten Stunden. Dear spricht in ihrem Buch über unterschiedliche Sterbeverläufe, die Wünsche der Patienten und darüber, ob es so etwas wie eine Anleitung für ein gutes Sterben gibt. „Sterben bedeutet, sich größeren Herausforderungen zu stellen als je zuvor im Leben. Bewältigungsstrategien und Interventionen können dabei helfen“, erklärt sie. So ermutigt Dear Sterbende beispielsweise, die Bedeutung des eigenen Lebens zu erkennen. Dafür sollen sie wichtige Erlebnisse und Erfolge Revue passieren lassen und sich klar machen, dass sie ihren Kindern, Kollegen, Ehepartnern und Freunden vieles hinterlassen. Außerdem rät sie ihnen, einen Abschluss mit den Menschen zu suchen, die in ihrem Leben bedeutsam waren, indem sie sich verabschieden, um Vergebung bitten oder Danke sagen.

Die Autorin:

Jennie Dear ist ehemalige Journalistin, Privatdozentin für Englisch und langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterin in verschiedenen Hospizen. Sie erhielt ihren Ph.D. von der University of New Mexico, schrieb Artikel für lokale Zeitungen und lehrte zehn Jahre am Fort Lewis College in Durango.

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Buchtipp

Wie fühlt es sich an zu sterben?
Jennie DearWie fühlt es sich an zu sterben?

Erkenntnisse über den Tod. Den letzten Weg gestalten und begleiten

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