• © Thieme

     

Forum Hebammenarbeit 2021 in Mainz

Stuttgart/Mainz, November 2021 – Am 26. und 27. November 2021 lädt der Georg Thieme Verlag in Kooperation mit dem Deutschen Hebammenverband e. V. (DHV) zum Forum Hebammenarbeit ein. Expertinnen und Experten aus Forschung, Lehre und Praxis vermitteln Hebammen in der Rheingoldhalle Mainz Fachwissen für ihren Praxisalltag. Auf dem Programm stehen unter anderem die Themen Gewalt in der Geburtshilfe sowie osteopathische Impulse für Schwangerschaft und Geburt. Die Anzahl der Teilnehmenden und Ausstellenden ist aufgrund der Pandemie in diesem Jahr begrenzt. Um einen möglichst sicheren Rahmen für alle Beteiligten zu schaffen, gilt die 2G-Regel.

Immer wieder erleben Frauen bei der Entbindung Respektlosigkeit bis hin zu Gewalt. Die weltweite Aktion „Roses Revolution“ erinnert jährlich am 25. November daran: Frauen legen als Zeichen ihrer persönlichen Betroffenheit eine rosafarbene Rose vor Geburtsstationen, Kreißsälen oder Kliniken nieder. Der Vortrag Professor Dr. Julia Leinweber im Rahmen des diesjährigen Forum Hebammenarbeit widmet sich diesem Thema und findet nur einen Tag später statt. Die Referentin lehrt an der Charité – Universitätsmedizin Berlin im Bereich Hebammenwissenschaft und ist Mitbegründerin der Arbeitsgruppe „Respektvolle Geburtshilfe“ der „DGHWi Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft“. In dieser Funktion setzt sie sich für eine achtsame, wertschätzende und fürsorgliche Betreuung von Gebärenden ein.

Traumatische Geburtserfahrungen 

Auf der Fortbildungstagung sensibilisiert sie für verschiedene Formen der Gewalt in der Geburtshilfe. Dazu gehören verbale Demütigungen genauso wie eine nicht gewährte Schmerzlinderung. Auch geburtshilfliche Maßnahmen würden oft ohne das Einverständnis der Frauen durchgeführt, berichtete Leinweber im Rahmen eines 2020 veröffentlichten Positionspapiers. Solche traumatischen Geburtserfahrungen könnten zu schwerwiegenden und langanhaltenden gesundheitlichen Belastungen der Frauen führen. Das beeinflusse mitunter auch die Beziehung zum Neugeborenen negativ. Aber auch Hebammen könne die Anwesenheit bei oder die Beteiligung an einer gewaltsamen Situation in der Geburtshilfe langfristig psychisch belasten. „Es ist wichtig, die respektvolle Betreuung in der geburtshilflichen Versorgung als Qualitätsmerkmal zu verankern und dafür die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen“, betont sie.

Osteopathische Behandlung für ein bewegliches Becken

Auch der zweite Veranstaltungstag beginnt „bewegend“. Die Osteopathin und Physiotherapeutin Barbara Fisahn zeigt, wie eine osteopathische Behandlung Schwangeren und Gebärenden helfen kann. Sie nimmt dabei insbesondere die Beweglichkeit des weiblichen Beckens in den Blick. Ist diese eingeschränkt, könne das zu Schwangerschaftsbeschwerden führen oder den Geburtsverlauf negativ beeinflussen. „Deshalb ist es wichtig, schon vor der Geburt die anatomischen Strukturen und die physiologische Beweglichkeit der Schwangeren gut anzuschauen und bei Bedarf zu behandeln. So kann der Weg für eine sichere und natürliche Geburt bereitet werden“, erklärt Fisahn.

Des Weiteren geben Expertinnen und Experten Einblicke in die Prävention und Therapie von Frühgeburten oder berichten über psychische Störungen während der Schwangerschaft und im ersten Jahr nach der Geburt. Das komplette Programm mit allen Vorträgen ist online abrufbar. Darüber hinaus informieren fast 70 Aussteller über Produkte zur Abrechnung, Schwangerschaft, Babypflege, Bewegung und Ernährung.

„Wir freuen uns sehr, dass wir das Forum Hebammenarbeit als Präsenzveranstaltung durchführen können. Damit alle die persönliche Begegnung unbeschwert genießen können, haben wir uns für die 2G-Regel entschieden. So ermöglichen wir auf der einen Seite das persönliche Zusammentreffen im Interesse des gemeinsamen Wissens- und Erfahrungsaustausches. Auf der anderen Seite werden wir unserer großen Verantwortung gerecht, auch weiterhin das Gesundheitssystem und alle Beteiligten bestmöglich zu schützen“, erklären Anja Rieger, Senior Director Therapy Professions, und Jelena Rukavina, Head of Professional Congress Organization der Thieme Gruppe. Der Nachweis, dass Teilnehmende gegen COVID-19 geimpft oder genesen sind, erfolgt am Eingang. Außerdem ist das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes Pflicht.

Der Georg Thieme Verlag veranstaltet das Forum Hebammenarbeit in Kooperation mit dem Deutschen Hebammenverband e. V. (DHV), der die Veranstaltung im Bereich Fach- und Methodenkompetenz als geeignete Fortbildungsmaßnahme gemäß §7 HebBO NRW anerkennt. Die Teilnehmenden erhalten für beide Tage 16 Fortbildungsstunden, von denen 5,3 für Notfallmanagement angerechnet werden können.

Forum Hebammenarbeit 2021 in Mainz

Datum: 26. bis 27. November 2021
Ort: Rheingoldhalle
Anschrift: Rheinstraße 66, 55116 Mainz

Call to Action Icon
Forum Hebammenarbeit Informationen finden Sie hier.
Cookie-Einstellungen