Fruchtzwerge, Milchschnitte und Co.

Stuttgart, Mai 2010 - Es gibt wohl nur wenige Kinder, die beim Anblick von Fruchtzwergen, Gummibärchen, Schokoküssen und Eis am Stil nicht schwach werden. Und wenn das Produkt nicht schon für sich spricht, helfen Verpackung und Werbung kräftig nach. Der neue Einkaufsführer „Clever einkaufen: Furchtzwerge, Milchschnitte & Co.“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2009) informiert, welche Produkte Eltern ihren Kindern guten Gewissens geben können und auf welche besser verzichtet werden sollte.

Was steckt eigentlich in Kinderlebensmitteln? Sind die angepriesenen Zusätze wie Calcium, Vitamine oder Eisen tatsächlich ein Gesundheitsplus? Wie viel Fett und Zucker verbirgt sich in den bunten Tüten und Packungen? Rund 500 Kinderlebensmittel, von Getränken über Süßigkeiten und Frühstücksflocken bis hin zu Käse, Wurst und Fertiggerichten stehen auf dem Prüfstand. In übersichtlichen Listen werden jeweils der Gehalt von Zucker, Fett und Zusatzstoffen sowie die Kalorien pro 100 Gramm angegeben. Ampelsymbole ermöglichen eine rasche Orientierung, ob das gesuchte Lebensmittel für eine ausgewogene Ernährung geeignet ist oder eher nicht.

„Auch wenn die Werbung besorgten Vätern und Müttern unaufhörlich ins Gewissen redet, und nicht müde wird, Kinderprodukte und deren Vorzüge anzupreisen, es geht absolut ohne spezielle Kinderlebensmittel“, fasst Diplom-Ökotorphologin Karin Hofele zusammen. „Es geht sogar besser ohne. Denn die meisten dieser Produkte strotzen vor Zucker, Fett, Aroma- und Farbstoffen. Zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe machen aus Cornflakes, Choco Crispies und Fruchtzwergen noch lange keine gesunden Lebensmittel für Kinder – im Gegenteil.“

Neben konkreten Produktinformationen bietet der neue Ratgeber einen Überblick, was Kinder wirklich brauchen, um gesund groß zu werden und wie sich eine ausgewogene Ernährung und die vielfältigen Verlockungen unter einen Hut bringen lassen.

Die Autorin

Karin Hofele ist Diplom-Ökotrophologin und Autorin zahlreicher Bücher zu den Themen Ernährung und Gesundheit. Als Mutter zweier Kinder kennt sie den Balanceakt zwischen Schokobons und Fruchtzwergen auf der einen und einer gesunden Ernährung auf der anderen Seite aus eigener Erfahrung. Ihren gesunden Mittelweg hat sie in diesem Einkaufsführer als Hilfe für andere Eltern zusammengestellt.

Wissenswertes: Süßigkeiten sind in Maßen erlaubt

Verbote machen Süßigkeiten noch interessanter und Kinder, denen Süßes komplett verwehrt wird, holen sich die Süßigkeiten heimlich oder laufen Gefahr, ausgegrenzt zu werden. Ein vernünftiger Umgang muss also gefunden werden. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung »erlaubt« Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren maximal 140 Kilokalorien (kcal) in Form von Süßigkeiten. Das entspricht zum Beispiel zwei Riegeln Kinderschokolade oder einer Kinderhand voll Gummibärchen

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