Schwangere über vorgeburtliche Gendiagnostik informieren

Stuttgart, Februar 2011 – Seit Februar 2010 gilt in Deutschland das Gendiagnostikgesetz (GenDG). Es regelt den Umgang mit genetischen Proben und Informationen von Menschen – auch von ungeborenen Kindern. Das GenDG verpflichtet Ärzte bei vorgeburtlicher Diagnostik unter anderem dazu, Schwangere umfassend über Wesen, Bedeutung und Tragweite der Untersuchung zu informieren und dies zu dokumentieren. Thieme Compliance hat deshalb einen Aufklärungsbogen entwickelt. Dieser klärt werdende Mütter umfassend, verständlich und rechtlich fundiert über vorgeburtliche genetische Untersuchungen auf und entlastet die Ärzte.

Viele werdende Eltern möchten schon vor der Geburt wissen, ob bei ihrem Kind eine genetische Erkrankung zu erwarten ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Mutter über 35 Jahre alt ist, ein Elternteil eine Erbkrankheit hat oder eine Routineuntersuchung während der Schwangerschaft ein auffälliges Ergebnis lieferte. Diese so genannten „Risikoschwangerschaften“ haben Anspruch auf eine Fruchtwasseruntersuchung. Aber auch eine Ultraschalluntersuchung kann Hinweise auf angeborene Krankheiten geben und fällt dann unter das neue Gendiagnostikgesetz. „Die dadurch entstehende Vielzahl von Aufklärungs- und Beratungsgesprächen ist durch die Ärzte derzeit kaum leistbar“, sagt Reinhold Tokar, Geschäftsführer von Thieme Compliance.

Denn bei jeder vorgeburtlichen genetischen Untersuchung muss der Arzt die Schwangere zwei Mal beraten: Vor der Untersuchung und noch einmal bevor er das Ergebnis mitteilt. Dabei soll er nicht nur die medizinischen Aspekte erörtern, sondern auch auf psychische und soziale Fragen eingehen – etwa auf die seelische Belastung, die ein positiver Befund auslösen kann.

Der neue Aufklärungsbogen von Thieme Compliance zur vorgeburtlichen genetischen Untersuchung unterstützt den Arzt bei seiner Beratung. Das Merkblatt erläutert wesentliche Regelungen des Gesetzes in verständlicher Sprache und beschreibt zum Beispiel, welche Informationen die Frau erhalten kann oder was mit den Proben passiert. Zudem stellt der Bogen die wichtigsten Untersuchungsverfahren kurz vor.

„Der Aufklärungsbogen soll die medizinische Beratung begleiten, die schwangere Frau zuverlässig und umfassend informieren und den Arzt bei seiner Aufklärungs- und Dokumentationspflicht entlasten“, erläutert Reinhold Tokar. Die Aufklärungsbögen sind von fachkundigen Autoren verfasst und entsprechen den aktuellen rechtlichen Vorgaben. Zusätzlich stehen weiterhin Informationsbögen von Thieme Compliance zu den verschiedenen vorgeburtlichen Untersuchungsverfahren mit ihren Risiken und Verhaltenshinweisen zur Verfügung. Dies gilt etwa für die Fruchtwasseruntersuchung oder für eine Gewebeprobe der Plazenta.

Thieme Compliance

Diomed und proCompliance erstellen unter dem gemeinsamen Firmendach Thieme Compliance Patientenaufklärungsbögen für über 1000 unterschiedliche diagnostische und therapeutische Eingriffe und Arzneimitteltherapien in bis zu 13 Sprachen. Damit gehören sie zu den großen Anbietern für juristisch fundierte Patientenaufklärung. Jährlich nutzen Ärzte millionenfach diese Bögen in gedruckter oder digitaler Form.