• Frau greift sich an schmerzhafte Schilddrüse © fotolia, Schonertagen

    Die Hashimoto-Thyreoiditis gehört zu den gutartigen Erkrankungen der Schilddrüse und ist eine chronische Entzündung. Benannt wurde die Krankheit nach dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto. © fotolia, Schonertagen

     

Schilddrüse: Gut leben mit Hashimoto

Stuttgart, Dezember 2017 – Was verbirgt sich hinter dem ungewöhnlichen Namen Hashimoto? Dabei handelt es sich um eine ernsthafte Schilddrüsenerkrankung, die sogenannte Hashimoto-Thyreoiditis. Oftmals bleibt sie lange Zeit unbemerkt, da die Beschwerden sehr unspezifisch sind. Der Mediziner Dr. Joachim Feldkamp räumt in seinem Ratgeber „Gut leben mit Hashimoto“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2017) mit falschen Fakten und Mythen rund um das Thema auf und bietet Patienten Hilfe an.

„Die Hashimoto-Thyreoiditis ist fast die einzige Erkrankung, die bei Erwachsenen zu einer dauerhaften Unterfunktion der Schilddrüse führt“, erklärt der Buchautor. Das kann unterschiedliche Beschwerden hervorrufen: Die Symptome reichen von Müdigkeit, Verstopfung, Haarausfall, Gelenkschmerzen oder Konzentrationsstörungen bis hin zu Depressionen.

Frauen sind etwa zehn Mal häufiger betroffen als Männer. Man weiß, dass es sich bei der Hashimoto-Thyreoiditis um eine Autoimmunerkrankung handelt. Dabei richten sich die Abwehrzellen des Körpers gegen eigenes Schilddrüsengewebe. Deshalb lassen sich entsprechende Antikörper im Blut Betroffener nachweisen. Doch bis es dazu kommt, haben viele Patienten bereits eine Ärzteodyssee durchlaufen oder sind falsch behandelt worden. „Aus meiner täglichen Praxis weiß ich, dass viele Patienten erst nach zum Teil jahrzehntelanger Schilddrüsenhormonbehandlung erfahren, dass die Ursache für ihre Schilddrüsenunterfunktion eine Hashimoto-Thyreoiditis ist,“ berichtet Feldkamp.

Wieso manche Menschen im Laufe ihres Lebens eine Hashimoto-Thyreoiditis entwickeln, ist bisher nicht geklärt. Oft bricht die Erkrankung in hormonellen Umbruchphasen aus, zum Beispiel in der Pubertät, während der Schwangerschaft oder den Wechseljahren. „Es gibt Hinweise, dass Stress an der Krankheitsauslösung mitbeteiligt sein könnte“, so der Schilddrüsenspezialist. Einige Mediziner sind der Meinung, dass die Beschaffenheit der Darmflora bei der Entstehung eine Rolle spielt. „Bisher gibt es jedoch keine direkten Beweise dafür, dass dies der Fall ist“, so Feldkamp. Neben der Medikation kann über die Ernährung Einfluss auf eine gute Schilddrüsenfunktion genommen werden. Feldkamp klärt in seinem Ratgeber über das Krankheitsbild auf und informiert Betroffene darüber, wie Hashimoto behandelt werden kann.

Der Autor:

PD Dr. Joachim Feldkamp ist Chefarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie, Pneumologie und Infektiologie am Klinikum Bielefeld. Außerdem ist er Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie und 1. Vorsitzender im Beirat Forum Schilddrüse e.V..

Wissenswertes: Was ist Hashimoto?

Die Hashimoto-Thyreoiditis (Thyreoidea = griech. Schilddrüse) gehört zu den gutartigen Erkrankungen der Schilddrüse und ist eine chronische Entzündung. Benannt wurde die Krankheit nach dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto. Es gibt zwei Formen der Hashimoto-Thyreoiditis. Bei der häufigeren Variante schrumpft die Schilddrüse allmählich, bei der selteneren Form vergrößert sie sich und ein Kropf (Struma) entsteht.

Buchtipp

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