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    Das Gehirn kann Achtsamkeit trainieren. © Kaspars Grinvalds, Fotolia

     

Mit Achtsamkeit gegen Stress: Das neurowissenschaftliche 5-Stufen-Programm

Stuttgart, April 2016 – Konzentrationsschwäche, ständige Kopfschmerzen und Gereiztheit sind Warnsignale, die zeigen, dass das Leben aus dem Gleichgewicht geraten ist. Dann wird es höchste Zeit, innezuhalten und die eigenen Stressquellen zu identifizieren. Wie es Betroffenen gelingt, achtsamer zu werden und die täglichen Stressmomente ins Positive zu wenden, wissen die Psychologen Kirk D. Strosahl und Patricia J. Robinson. In ihrem neuen Buch „In diesem Moment“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2016) stellen sie ein neurowissenschaftlich belegtes 5-Stufen-Programm vor.

„Abends fühle ich mich wie erschlagen. Ich seufze häufig. Auch wenn ich gut in der Zeit liege, fühle ich mich abgehetzt.“ Diese Aussagen sind typisch für ein stressgesteuertes Leben. „Wenn wir nicht bereit sind, unseren Stress zu schultern, wird er uns in die Knie zwingen“, erklären Strosahl und Robinson. Damit dies nicht geschieht, sollte man sich dem Stress stellen und lernen, ihn zum eigenen Vorteil einzusetzen. Dabei helfen Achtsamkeitsübungen: Achtsam zu handeln heißt, sich bewusst zu sein, was man tut, wenn man es tut.

Die Autoren zeigen in ihrem neurowissenschaftlich basierten Modell, wie man Stress in fünf Stufen überwinden kann und einen achtsamen Lebensstil entwickelt. Zunächst werden anhand eines Fragebogens die persönlichen Stressquellen identifiziert. Dann werden die fünf Facetten der Achtsamkeit trainiert: Beobachten, Beschreiben, Loslösen, Selbstwertschätzen und achtsames Handeln. Das Gehirn kann so darauf trainiert werden, einen achtsamen Umgang mit Alltagsstress zu pflegen. Je mehr man übt, desto leichter fällt die mentale und physiologische Stressüberwindung. Übungen wie „Den Wolken nachschauen“ oder „Dem Verstand Danke sagen“ verwandeln den ruhelosen Geist in einen ruhigen und erzeugen ein Gefühl von Selbstakzeptanz und Wohlbefinden.

Wissenswert: Zur Achtsamkeit gehört das Beobachten

Durch Beobachten werden zwei Fähigkeiten trainiert: Zentrieren und Fokussieren. Beim Zentrieren löst man sich aus der Zerstreuung, verteilt seine Aufmerksamkeit neu. Mit geschlossenen Augen atmet man einige Male tief ein und findet beim Öffnen einen neuen Fokus. Das Fokussieren konzentriert die Aufmerksamkeit gezielt auf ein Ereignis oder Objekt. Nehmen Sie wahr, was geschieht? Haben Sie das Bedürfnis, anderswo hinzuschauen? Driften Ihre Gedanken ab? Können Sie sie zurück auf den Gegenstand bringen? Das sind die Fähigkeiten, die einen guten Beobachter ausmachen.

Die Autoren:

Kirk D. Strosahl, PhD, ist Mitbegründer der Akzeptanz- & Commitment-Therapie (ACT), eines kognitiven verhaltenstherapeutischen Ansatzes, der sich unter anderem in der Therapie von Abhängigkeitserkrankungen durchgesetzt hat. Er praktiziert an der „Central Washington Family Medicine“, einem Gesundheitszentrum, das sich besonders um medizinisch unterversorgte Patienten kümmert.
Patricia J. Robinson, PhD, leitet die Abteilung „Training and Program Evaluation“ der Mountainview Consulting Group, Inc. Die US-amerikanische Firma unterstützt die Integration verhaltenstherapeutischer Leistungen in der primären Gesundheitsversorgung. Das Ehepaar Robinson/Strosahl lebt in Washington State, USA, und hält weltweit Kurse und Vorträge.

Buchtipp

In diesem Moment
Kirk Strosahl, Patricia J. RobinsonIn diesem Moment

Stress überwinden und achtsam werden; Das 5-Stufen-Programm neurowissenschaftlich belegt

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