Grippesaison: Schutzimpfung auch jetzt noch sinnvoll

Düsseldorf, Januar 2013 – Die Grippesaison auf der Nordhalbkugel ist im Gange. Die USA und Kanada verzeichnen derzeit starke und vergleichsweise frühe Grippewellen. In Deutschland sind die Erkrankungszahlen mit rund 2300 bestätigten Fällen seit Oktober 2012 bislang noch moderat. Dennoch nehmen seit Januar 2013 auch hierzulande die Influenzafälle zu. Die Schweiz verzeichnet bereits einen erheblichen Anstieg. Insbesondere Personen, die zu einer Risikogruppe gehören und noch nicht geimpft sind, sollten dies jetzt nachholen, empfiehlt das CRM Centrum für Reisemedizin. Der Immunschutz setzt bereits nach etwa ein bis zwei Wochen ein und hält dann in der Regel die ganze Saison.

Zu den Risikogruppen zählen generell ältere Menschen, chronisch Kranke und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Bei ihnen verläuft die Grippe oftmals schwer und ist dann sogar lebensgefährlich. Ein erhöhtes Risiko, sich zu infizieren, tragen zudem Personen, die häufigen Kontakt zu vielen Menschen haben – vor allem medizinisches Personal, aber etwa auch Betreuer in Kindergärten, Schulen oder Altersheimen.

„Die Impfzeit für Influenza ist eigentlich im Herbst“, sagt Privatdozent Dr. med. Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin. In dieser Zeit kam es jedoch in einigen Bundesländern zu Lieferengpässe beim Grippeimpfstoff, sodass Ärzte die Impfung teilweise nicht durchführen konnten. Diese Engpässe sind mittlerweile weitgehend behoben. „Wer bislang noch nicht geimpft ist, sollte dies jetzt nachholen, bevor die Grippewelle Deutschland erreicht.“ Die Impfung bietet den wirksamsten Schutz gegen eine Erkrankung. Daneben ist regelmäßiges, sorgfältiges Händewaschen eine wichtige Schutzmaßnahme.

Wie die stark die Grippesaison in Deutschland und Europa ausfallen wird, lässt sich nicht sicher prognostizieren. „Wir gehen jedoch davon aus, dass die Hochphase der Erkrankungen noch bevor steht“, so Infektiologe Jelinek. Die Saison dauert auf der Nordhalbkugel von November bis April. Erfahrungsgemäß steigen die Fallzahlen vorwiegend im Januar und Februar.

Stand: 25. Januar 2013