Aufklärungsbögen Komplementärmedizin: Auch bei Naturheilverfahren rechtlich fundiert aufklären

Stuttgart, März 2010 – Umfragen zeigen, dass rund 60 Prozent der Allgemeinmediziner derzeit naturheilkundliche Methoden anwenden. Thieme Compliance bietet deshalb ab sofort auch Aufklärungsbögen für komplementärmedizinische Behandlungsmethoden an. Die Bögen umfassen von der Akupunktur bis zur Ozon-Sauerstoff-Therapie zahlreiche Behandlungsmethoden. Mit diesen Patientenaufklärungsbögen können Ärzte ihre Patienten individuell aufklären. Denn auch Naturheilverfahren haben Risiken und Nebenwirkungen, über die der Patient informiert sein sollte, so die Experten von Thieme Compliance.

Akupunktur, Neuraltherapie und Eigenblutbehandlung – komplementäre Methoden werden immer häufiger angewendet. Doch nur wenige Patienten sind sich der möglichen Risiken und Nebenwirkungen dieser Verfahren auch bewusst. Diese sind aber vor allem bei invasiven Heilmethoden, wie beispielsweise der Akupunktur, vorhanden: Sie können vom Kreislaufkollaps bis hin zu Gefäß- und Nervenverletzungen reichen. Bei der Neuraltherapie spritzen Therapeuten sogar örtlich wirksame Betäubungsmittel, sogenannte Lokalanästhetika. Patienten können auf das injizierte Lokalanästhetikum überempfindlich reagieren: Die Folge können Kollapszustände, die durch allergische Reaktionen, aber auch durch unsachgemäße Injektionstechniken oder zu große Mengen des Betäubungsmittels ausgelöst werden, sein. Erbrechen, Benommenheit, Krämpfe, Herzrhythmusstörungen und eine Verlangsamung der Herzfrequenz sind ebenfalls möglich. Bei tiefen Stichtechniken kann es, sollten Fehler eintreten, zu inneren Blutungen, Organverletzungen und Nervenschädigungen kommen. Die Folgen können unter anderem Lähmungserscheinungen sein.

Bisher wird die Dokumentation und Risikoaufklärung der durchgeführten Therapie vielfach vernachlässigt. „So positiv die zunehmende Verbreitung komplementärer Behandlungsverfahren auch ist, so wird dadurch auch voraussichtlich die Zahl der gerichtlichen Begutachtungen steigen. Und dann ist eine lückenlose und rechtlich fundierte Dokumentation und Aufklärung unerlässlich“, betont Reinhold Tokar, Geschäftsführer von Thieme Compliance in Erlangen.

Mithilfe der neuen Patientenaufklärungsbögen kann der behandelnde Arzt oder Therapeut den Patienten über die angewendeten Therapieverfahren patientengerecht und anschaulich aufklären und dieses Beratungsgespräch auf dem Bogen dokumentieren. Weitere Aufklärungsbögen sind bisher für die Ohrakupunktur, Dorn-Methode, Homöopathie, Hyperthermie oder Hämatogene Oxidationstherapie erhältlich.

Thieme Compliance

Diomed und proCompliance erstellen unter dem gemeinsamen Firmendach Thieme Compliance Patientenaufklärungsbögen für über 1000 unterschiedliche diagnostische und therapeutische Eingriffe in bis zu 13 Sprachen. Damit gehören sie zu den großen Anbietern für juristisch abgesicherte Patientenaufklärung. Jährlich nutzen Ärzte millionenfach diese Bögen in gedruckter oder digitaler Form.