Lecker kochen ohne Laktose und Fruktose

Stuttgart, Dezember 2010 - Die Beschwerden sind vielfältig: Müdigkeit, Bauchschmerzen, Verstopfung oder Durchfall. Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind leider keine Seltenheit: Etwa ein Drittel der Bevölkerung leidet unter einer Fruktoseintoleranz, 15 Prozent unter einer Laktoseintoleranz. Auch immer mehr Kinder vertragen bestimmte Lebensmittel nicht. Betroffene Eltern fragen sich häufig, was sie kochen können, wenn Laktose und Fruktose tabu sind. Informationen und Rezepte liefert der Ratgeber „Nahrungsmittelintoleranzen bei Kindern – Das Kochbuch“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2010) von Susanne Klug und Sabine Schulz.

Eltern sind nach der Diagnose oft verunsichert: Wie erkläre ich das meinem Kind? Was darf es essen und was nicht? Ein Blick auf die Etiketten zeigt, dass viele Gewürzmischungen, Fertigbrühen oder das geliebte Ketchup Laktose enthalten. Was nun? „Unser Ziel ist es, Ihnen mit kindgerechten Erklärungen und Rezepten zur Seite zu stehen“, erklären die Autorinnen. „Ihr Kind muss weder auf die geliebten Fischstäbchen noch auf Pommes frites verzichten. Mit ein paar Tricks und entsprechenden Zutaten können Sie die unverträglichen Stoffe umgehen und Ihrem Kind seine Lieblingsgerichte weiterhin zubereiten.“

Die persönliche Toleranzschwelle für Fruktose und Laktose ist von Kind zu Kind sehr unterschiedlich. Zunächst sollten betroffene Kinder so lange schonende Kost zu sich nehmen, bis die akuten Beschwerden abgeklungen sind. „Anschließend können Sie behutsam bewährte Rezepte variieren und in kleinen Schritten fruktosereiche beziehungsweise laktosehaltige Lebensmittel einsetzen. So finden Sie die Menge heraus, die Ihr Kind verträgt“, informieren die Autorinnen. Im Rezeptteil finden Eltern leckere, kindgerechte Gerichte: Drinks, Pausensnacks, verschiedene Naschsachen, Lasagne, Spaghetti oder Eis – all das dürfen Kinder mit Nahrungsmittelintoleranzen weiterhin genießen.

Die Autorinnen

Susanne Klug ist Diplom-Ökotrophologin und arbeitet als Geschäftsführerin in der Kinderküche in München. Bekannt ist sie als Buchautorin und TV-Ernährungsexpertin.

Sabine Schulz ist ebenfalls Ökotrophologin und arbeitet als freie Mitarbeiterin in einer Praxis für Ernährungsberatung in Bielefeld.

Wissenswertes: Allergie oder Intoleranz?

Fachleute unterscheiden Nahrungsmittelallergien und Nahrungsmittelintoleranzen. Bei einer Nahrungsmittelallergie arbeitet das Immunsystem nicht ordnungsgemäß. Der Verzehr eines Lebensmittels führt zu einer allergischen Reaktion mit Symptomen wie Schleimhautschwellungen, Hautausschlag und Juckreiz. Echte Nahrungsmittelallergien sind relativ selten: Nur ein bis zwei Prozent der Bevölkerung leiden darunter. Bei einer Nahrungsmittelintoleranz hingegen laufen die Verdauungsprozesse im Körper nicht störungsfrei ab. In unseren Verdauungsorganen wird unsere Nahrung in winzige Teilchen gespalten. Ist dieser Prozess gestört und sind die Spaltprodukte zu groß, können diese zu Beschwerden führen. Während bei einer Allergie oft schon Spuren der Substanz ausreichen, um eine Reaktion hervorzurufen, kann es bei einer Intoleranz durchaus sein, dass Betroffene kleinere Mengen der störenden Substanzen vertragen. Nahrungsmittelintoleranzen sind deutlich häufiger.

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