CRM Centrum für Reisemedizin: Saisonale Grippe flammt auf Mauritius auf

Düsseldorf, November 2012 – Obgleich die Grippesaison auf der Südhalbkugel im Oktober zu Ende ging, verzeichnet die Insel Mauritius erneut einen starken Ausbruch der Erkrankung. Allein im Oktober wurden dort etwa 16 000 Fälle gemeldet. Die für die Jahreszeit ungewöhnlich hohen Fallzahlen markieren eine in diesem Jahr starke Grippesaison auf der Südhalbkugel. Vor allem Australien, Neuseeland und Südafrika verzeichneten hohe Erkrankungszahlen und etliche schwere Verläufe. Vor Reisen in Länder, die sich in der Grippesaison befinden oder aktuelle Ausbrüche verzeichnen, sollten sich Menschen mit erhöhtem Risiko für schwere Verläufe gegen Influenza impfen lassen, empfiehlt das CRM Centrum für Reisemedizin. Ob die aktuell beginnende Grippesaison auf der Nordhalbkugel ähnlich schwer verlaufen wird wie auf der Südhalbkugel, lässt sich derzeit noch nicht sagen, so die Experten des CRM.

Die Influenzasaison dauert auf der Südhalbkugel von Mai bis Oktober und auf der Nordhalbkugel von November bis April. In den Tropen ist Influenza ganzjährig verbreitet. „Obgleich die Influenzasaison auf der Südhalbkugel jetzt zu Ende geht, kann es dort derzeit lokal noch zu Ausbrüchen kommen“, sagt Privatdozent Dr. med. Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin. Insbesondere Risikogruppen – Menschen ab 60 Jahren, chronisch Kranke und Schwangere – sollten sich durch Impfung und Prophylaxe schützen. Das gelte vor allem bei Reisen während der Grippesaison, in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen, sowie bei Reisen in die Tropen. Das Infektionsrisiko hängt zudem von der Art einer Reise ab. Wenn viele Menschen auf begrenztem Raum gemeinsam reisen, übertragen sich die Viren leichter. Das trifft etwa auf Kreuzfahrten zu, aber auch auf Reisen in organisierten Touristengruppen, Pilgerreisen sowie längere Bus-, Bahn- und Flugreisen.

Für die hierzulande jetzt beginnende Grippesaison empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) älteren Menschen, chronisch Kranken, Schwangeren sowie Menschen mit erhöhter Gefährdung, also etwa medizinisches Personal, sich gegen Influenza impfen zu lassen. Im Unterschied zu grippalen Infekten, ist Influenza eine ernstzunehmende Virusinfektion, die insbesondere bei älteren Menschen und bei Menschen mit Grunderkrankungen einen schweren und sogar lebensgefährlichen Verlauf nehmen kann. Häufigste Komplikation ist eine Lungenentzündung.