Mehr Sicherheit fürs Kind – gut leben mit dem Risiko

Stuttgart, Juli 2010 - Das Zusammenleben mit Kindern verlangt Eltern einiges ab: starke Nerven, eine gehörige Portion Gelassen-heit und ein gutes Gespür für Gefahrenmomente. Denn Kinder sind permanent in Bewegung und mit jedem Entwicklungs-schritt vergrößert sich ihr Aktionsradius. Kinder selbst brauchen lange, bis sie ein Gefühl für die Gefahren entwickeln und sich entsprechend verhalten. Deshalb ist es Aufgabe der Eltern, den damit verbunden Risiken für ihre Gesundheit zuvorzukommen. Wie Eltern Gefahren erkennen und beseitigen und wie sie im Ernstfall ihrem Kind helfen, zeigt der Ratgeber „Das Kinder-Sicherheitsbuch“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2010). Herausgeber sind die Malteser, eine der großen deutschen Hilfsorganisationen.

„Wichtig ist es, das richtige Maß zu finden: Was sind wirklich die häufigsten Gefahrenquellen im Alltag und was kann ich von meiner Seite aus beitragen, damit mein Kind sie unbeschadet übersteht oder vermeiden lernt?“, erklären die Autoren Ursula Sottong und Stefan Markus, die beide bei den Maltesern arbeiten. Die Kunst besteht darin, den Kindern ihrem Alter und ihren Möglichkeiten entsprechend eine sichere Umgebung zu schaffen, in der sie sich frei bewegen und ihre eigenen Erfahrungen sammeln können.

Die meisten Kinderunfälle ereignen sich zu Hause oder in der Freizeit. Schon mit kleinen Mitteln können Gefahren im Haus gemindert werden. Wohnungseinrichtung, Elektroleitungen, Heißwasseranschlüsse, Gartenteiche – hier sollten Eltern an ausreichende Sicherungen denken. Zum vorausschauenden Denken und Handeln gehört auch, dass man weiß, was im Notfall zu tun ist. Sturz vom Sofa, Unbekanntes aus dem Garten gegessen oder Knopf in die Nase gesteckt: Wichtig ist, dass Eltern Notfallsituationen richtig einschätzen und entsprechend reagieren. Maßnahmen für den Ernstfall finden Eltern im „Kinder-Sicherheitsbuch“ – von Wadenwickeln über Druckverband bis hin zur Zeckenentfernung.

Die Autoren

Dr. med. Ursula Sottong ist Ärztin, Gesundheitswissenschaftlerin und mehrfache Mutter. Sie leitet die Abteilung für Gesundheitsförderung und Prävention bei den Malteser Werken und ist verantwortlich für die Entwicklung von Programmen in diesem Bereich.

Stefan Markus ist Rettungsassistent und mehrfacher Pflegevater. Er ist Referatsleiter „Erste Hilfe“ im Generalsekretariat der Malteser und in dieser Funktion für die Konzeption der Breitenausbildung bei den Maltesern verantwortlich.

Die Malteser sind eine der großen caritativen Hilfsorganisationen in Deutschland und an mehr als 700 Orten bundesweit vertreten. Zu ihren Aufgaben gehören neben Katastrophenschutz, Ausbildung, Rettungsdienst und dem weltweiten Rückholdienst auch Ambulan-te Pflege, Menüservice, Hausnotruf und Krankentransport. Die Malteser sind Träger von Krankenhäusern, Altenhilfeeinrichtungen, Hospizen, Jugendhilfeeinrichtungen und Schulen und verfügen über Kompetenzen in der Migration, Gesundheitsförderung und Prävention. Zum Bereich der Ausbildung gehören u.a. auch das Fit machen für den Fall der Fälle: lebensrettende Sofortmaßnahmen im Betrieb, im häuslichen Umfeld, auf dem Weg zum Führerschein und bei Kindernotfällen.

Wissenswertes: Im Notfall immer richtig

Es gibt fünf Maßnahmen, die Ihnen die notwendige Sicherheit und Ruhe geben, um mit einer Notfallsituationrichtig umzugehen. Deshalb ist es empfehlenswert, sich diese fünf Maßnahmen besonders gut einzuprägen!

  1. Sorgen Sie für Sicherheit! Schützen Sie sich und das Kind, indem Sie die Unfallstelle sichern.
  2. Überprüfen Sie die Vitalfunktionen (Atmung undHerzschlag)!
  3. Machen Sie andere auf den Notfall aufmerksam undveranlassen Sie den Notruf!
  4. Verhindern Sie, dass das Kind auskühlt! (Zudecken)
  5. Beruhigen Sie das Kind! Hierzu gehört vorsichtiger Körperkontakt.

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