Mir ist alles zuviel!

Stuttgart, Juni 2010 – Viele Menschen haben das Gefühl, ihren normalen Alltagsbelastungen kaum noch standhalten zu können. Gefühle des Versagens, Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen können auch Anzeichen eines Burnout sein. Welche körperlichen und seelischen Ursachen ein Burnout haben kann und wie eine ganzheitliche Behandlung aussieht, erklärt Dr. Volker Schmiedel in dem Ratgeber „Burnout – Wenn Arbeit, Alltag & Familie erschöpfen“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2010).

Der Begriff Burnout stammt aus dem Englischen (to burn out = ausbrennen) und kennzeichnet einen Erschöpfungszustand, der nicht nur einmalig nach einer entsprechenden Belastung auftritt. „Millionen Menschen in Deutschland erfüllen zumindest einige Kriterien des Burnout und leiden entsprechend darunter – Tendenz steigend!“, erklärt Schmiedel. Der Erschöpfungszustand kann sich über Jahre hinziehen und unbehandelt schwere Folgen haben. Meist richtet sich der Fokus bei Diagnose und Behandlung des Burnout auf die psychosozialen Aspekte: Wie gehe ich mit mir um? Wie gehe ich mit meinen Mitmenschen, meiner Arbeit um? Wie trage ich Konflikte aus? „Es ist wichtig und richtig, die eigenen Einstellungen in ihrer Bedeutung für das Burnout nicht zu unterschätzen. Dennoch wird die andere – körperliche – Seite häufig ausgeblendet“, erklärt Schmiedel. Patienten sollten auch körperliche Ursachen für die Erschöpfung abklären lassen: Liegen Erkrankungen und Mangelzustände vor, die das Burnout verursachen oder verstärken? Welche Fehlernährung trägt zum Burnout bei? Welche Nährstoffe benötige ich, um Burnout zu vermeiden? Mögliche Grunderkrankungen, die Erschöpfungssymptome hervorrufen, sind beispielsweise Blutarmut, Schilddrüsenunterfunktion oder Schlafapnoesyndrom. „Werden diese Krankheiten erkannt und behandelt, löst sich ein Großteil der Erschöpfung in Wohlgefallen auf“, ist Schmiedel überzeugt.

In seinem Ratgeber erklärt er, wie Burnout entsteht, welche Tests bei Burnout wirklich sinnvoll sind und wie eine ganzheitliche Behandlung aussehen kann, die sowohl körperliche als auch psychosoziale Aspekte berücksichtigt.

Der Autor

Dr. med. Volker Schmiedel ist Chefarzt der Inneren Abteilung der Habichtswald-Klinik Kassel. Er ist erfolgreicher Autor von Ratgebern und Fachbüchern.

Wissenswertes: Was haben Blähungen und Durchfall mit Burnout zu tun?

„Mehr als Sie glauben“, so Schmiedel. Ist die Ursache der Bauchprobleme eine Verdauungsstörung, durch die die Aufnahme von beispielsweise Fetten und in der Folge auch anderen Nährstoffen eingeschränkt ist, kann es zu einem Nährstoffmangel kommen. Ein Mangel an Kalium, Magnesium oder Zink beispielsweise kann Symptome eines Burnout verursachen oder verstärken. Ursache solcher Verdauungsstörungen kann beispielsweise eine Laktoseintoleranz sein, also eine Unverträglichkeit von Milchzucker – jeder siebte Mitteleuropäer ist davon betroffen! Weitere mögliche Ursachen für Verdauungsstörungen mit einem Verlust an Nährstoffen sind Glutenunverträglichkeit, Nahrungsmittelallergien oder Gallenschwäche.

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