Mit Divertikeln beschwerdefrei leben

Stuttgart, Januar 2011 - Viele Menschen sind nach einer Darmspiegelung durch einen Befund verunsichert, der sich häufig bei einer solchen Untersuchung findet: Divertikel. Rund fünf Millionen Menschen leiden an diesen gutartigen Ausstülpungen der Darmschleimhaut. Wie man mit Divertikeln gesund und dauerhaft beschwerdefrei leben kann erklären Professor Dr. med. Hans-Dieter Allescher und Anne Iburg in dem Ratgeber „Divertikel – Für immer beschwerdefrei“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2010).

Divertikel sind eine Wohlstandskrankheit. Meist sind eine ballaststoffarme Ernährung, Bewegungsmangel, Darmträgheit und Übergewicht verantwortlich für deren Entstehung. Divertikel sind eigentlich harmlos. Mindestens drei Viertel der Betroffenen bleiben zeitlebens beschwerdefrei. Nur etwa ein Viertel entwickelt eine Divertikelkrankheit. Bei ihnen entzünden sich die Divertikel. „Wenn Betroffene konsequent vorbeugen, haben sie eine gute Chance, nie wieder Divertikelbeschwerden zu erleben. Sie können also selbst maßgeblich dazu beitragen, für immer beschwerdefrei zu sein“, erklären Allescher und Iburg. Entscheidend ist der Lebensstil: Ballaststoffreiche Ernährung und mehr Bewegung verringern das Risiko erheblich. Zusätzlich helfen Probiotika, Gymnastik und Yoga-Übungen speziell für den Darm, Gewichtsabnahme bei Übergewicht und Entspannung.

Der Ratgeber liefert Informationen zu den aktuellen Therapien bis hin zur Operation. Der große Selbsthilfeteil enthält Hinweise zur richtigen Ernährung, leckere Rezepte, Yoga- und Gymnastikübungen, Informationen zur Stressreduktion und Anleitungen zur Darmmassage. „Zum Glück entsprechen die Maßnahmen zur Vorbeugung der Divertikelkrankheit weitgehend den Vorstellungen von einer gesunden Lebensführung: Was gegen Divertikel hilft, nutzt auch dem Herzen, den Blutgefäßen, dem Stoffwechsel und anderen wichtigen Organfunktionen. So dienen die Maßnahmen also der Gesundheit ganz allgemein“, erklären die Autoren.

Wissenswertes: Alles Lüge!

Fette oder fettreiche Gerichte machen den Stuhl nicht weicher. Dies ist eine Fehleinschätzung, die weit verbreitet ist. In Wirklichkeit gilt das Gegenteil: Sehr fetthaltiges Essen, wie zum Beispiel Gänsebraten oder Schweinshaxe, ist schwer verdaulich, reduziert die Darmbewegung und macht den Stuhl härter. Deshalb sollten Menschen, die an Divertikeln leiden auf gar keinen Fall fettreich essen.

Die Autoren

Prof. Dr. med. Hans-Dieter Allescher ist Chefarzt am Klinikum Garmisch-Partenkirchen, Zentrum für Innere Medizin und Gastroenterologie. Er engagiert sich für die Früherkennung bei Darmkrebs.

Anne Iburg ist Ökotrophologin und lebt in Kaiserslautern. Sie ist Autorin zahlreicher erfolgreicher Ernährungsratgeber bei TRIAS.

Buchtipp

Call to Action Icon
Rezensionsexemplar Bestellen Sie hier!