Mit Hatha-Yoga den Körper erspüren

Christiane Wolff, TriYoga®-Lehrerin, Sport- und Gymnastiklehrerin und Pilates-Instruktorin

Yoga – Achtsamkeit in Bewegung

Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer, Dynamik und Ruhe, Spannung und Entspannung, Atmung und Achtsamkeit, Herausforderung und Routine – all das umfasst Yoga. Es ist eines der ältesten und intelligentesten „Fitness-Systeme“ der Welt und heute genauso aktuell wie vor mehr als 3000 Jahren. Als Ausgleich zu oft sitzenden Tätigkeiten ist Bewegung der Schlüssel zur Gesundheit. Durch regelmäßige körperliche Aktivität lassen sich zum Beispiel das Risiko von Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes, Übergewicht und Krebs verringern. Achtsamkeit ist eine viel zu selten benutzte Wunderwaffe gegen Stress, fördert die Persönlichkeitsentwicklung und öffnet das Tor zu Menschlichkeit und spiritueller Entwicklung. Genau hier setzt Yoga an: Yoga ist Achtsamkeit in Bewegung.

Hatha-Yoga – Körper, Atem und Geist vereinen

Hatha-Yoga ist die bei uns am häufigsten praktizierte und wohl bekannteste Form des Yoga. Der Begriff „Hatha“ bedeutet intensives Bemühen, Kraft und Hartnäckigkeit. Anstrengung ist nötig, um das hohe Ziel des Yoga, die Vereinigung von Körper, Geist und Atem zu erlangen. Für dieses Gleichgewicht müssen drei Qualitäten des Seins in Einklang gebracht werden: „rajas“, das Bewegte und Dynamische, „tamas“, das Ruhende und Stabile und „sattva“, das Lichte, Klare und Reine. Eine aufmerksame und bewusste Körperarbeit deckt Ungleichgewichte auf und wirkt harmonisierend und ganzheitlich heilend auf den Menschen. Die Yoga-Übungen, Asanas genannt, laden beispielsweise den Atem ein, in unterschiedliche Bereiche des Körpers zu fließen und diese mit Energie zu durchfluten. Durch regelmäßiges Üben erhalten Sie die Kompetenz, im richtigen Moment aktiv, kraftvoll und zentriert zu sein, aber auch loslassen und entspannen zu können.

Yoga-Praxis – der heilende Weg zu sich selbst

Yoga kann ein energetisierender Einstieg in den Tag sein, ein entspannter Ausklang des Tages oder eine wertvolle Pause. Der Körper wird beim Yoga zum persönlichen Lesebuch, um Muster aufzudecken und Bewusstsein zu erfahren. Indem Sie feinfühlig mit Ihrem Körper umgehen, lernen Sie sich kennen: Übertriebener Ehrgeiz, fehlende Motivation, Überbelastung und Verspannungen bis zur Fehlbelastung der Gelenke lassen sich erspüren. Eine präzise Ausrichtung in den Asanas lässt erkennen, welchen Muskeln Spannung fehlt und welche unnötig festhalten und so die Beweglichkeit belastend einschränken. Sich bewusst den Rücken zu stärken oder gezielt zu entlasten lehrt, Schmerzen zu lindern und hilft, sie gezielt zu vermeiden.

Beim Medical Yoga wird der Körper zum Übungsfeld und die Bewegung zum heilenden Weg zu sich selbst. In Yoga-Sequenzen verbinden sich Asanas zu einem harmonischen und fließenden Bewegungsablauf. Das ist Meditation in Bewegung. Eine achtsame Yoga-Praxis gibt Raum, sich selbst etwas Gutes zu tun und den eigenen Körper direkter zu erfahren. Zur Ruhe kommen, Energie tanken, körperliche Beschwerden lindern und verhindern – all das bietet Medical Yoga.


Es gilt das gesprochene Wort.
Hamburg, Juni 2012

Buchtipp

Medical Yoga
Christian Larsen, Christiane Wolff, Eva Hager-ForstenlechnerMedical Yoga

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