Professor Paul Knochel ist neuer Chef-Herausgeber der Chemie-Zeitschrift SYNTHESIS

Stuttgart, März 2014 – Professor Paul Knochel von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) übernimmt ab sofort die führende Rolle im SYNTHESIS Herausgebergremium. Er löst Professor Dieter Enders von der Rheinisch-Westfälisch Technischen Hochschule Aachen als Chef-Herausgeber ab, der als „Editor for Reviews“ weiterhin an der englischsprachigen Fachzeitschrift für Synthesechemiker mitwirken wird.

Die internationale Fachzeitschrift SYNTHESIS erscheint seit 1969 im Georg Thieme Verlag. Unter der 16-jährigen Führung von Professor Dieter Enders, der bereits seit 1984 Mitglied des Herausgeber-Gremiums ist, wurde sie zu einer der bekanntesten Zeitschriften für synthetische organische Chemie weltweit. Professor Paul Knochel, der zuvor bereits als „Regional Editor“ an SYNTHESIS mitwirkte, möchte an diesen Erfolg anknüpfen.

Der promovierte Chemiker erforscht an der LMU neue organometallische Strukturen und Methoden zur Anwendung in der organischen Synthese, asymmetrischen Katalyse und Synthese von Naturprodukten. Für seine Forschungsarbeit wird er in diesem Jahr unter anderem mit dem „Herbert C. Brown Award for Creative Research in Synthetic Methods 2014“ der American Chemical Society ausgezeichnet. Frühere Ehrungen beinhalten den Leibniz Preis, den Thieme IUPAC Preis und die Gold Nagoya Medal of Organic Chemistry. Professor Paul Knochel ist darüber hinaus Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Académie des Sciences, Paris. Der gebürtige Franzose ging nach seinem Abschluss in Straßburg und Zürich an die Université Pierre et Marie Curie in Paris und für Post-Doc-Studien an die Princeton University in den USA. Seine erste Professur hatte er an der University of Michigan inne, bevor er nach Deutschland an die Philipps-Universität Marburg kam. Seit 1999 arbeitet Professor Paul Knochel an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Im Editorial der ersten SYNTHESIS-Ausgabe von 2014 erklärt er: „Organische Synthese war die treibende Kraft in der organischen Chemie in den letzten hundert Jahren und das wird sie auch in Zukunft sein. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf synthetischem Methodenwissen liegen, wodurch neue Strukturen mit modernen Werkzeugen vorhersehbarer und effizienter nutzbar gemacht werden können. SYNTHESIS wird auch weiterhin über Fortschritte in der organischen Chemie informieren, um die Wissenschaftler bestmöglich in ihrer kreativen Forschungsarbeit zu unterstützen.“

Die englischsprachige Fachzeitschrift SYNTHESIS berichtet über wissenschaftliche Fortschritte in der synthetischen Chemie und deckt alle Bereiche der organischen Chemie einschließlich Katalyse, Organometallchemie, medizinische und biologische Chemie sowie Photochemie ab. Durch die Auswahl, Auswertung und Aufbereitung der publizierten Inhalte durch ein international anerkanntes Herausgeberteam bietet die Zeitschrift Chemikern Zugang zu den neuesten Forschungsergebnissen ihres Fachgebiets. Die Abonnement-Fachzeitschrift erscheint halbmonatlich im Georg Thieme Verlag und ist gedruckt und elektronisch erhältlich. Der Online-Zugriff erfolgt über Thieme E-Journals, das elektronische Zeitschriftenportal der Thieme Gruppe. Unter www.thieme-connect.de/ejournals sind die wissenschaftlichen Artikel schon vor Abdruck elektronisch abrufbar. Die Abstracts der Beiträge enthalten grafische Darstellungen der beschriebenen Reaktionen und wissenschaftliche Primärdaten stehen zum Abruf bereit. Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung für einen institutionellen Testzugang gibt es unter www.thieme.com/chemistry-journals.