Neue Mitglieder im Herausgebergremium von Science of Synthesis

Stuttgart, Oktober 2017 – Dr. Margaret Faul, Executive Director Process Development bei der AMGEN GmbH, und Professor Shu Kobayashi bereichern in Kürze das Herausgebergremium des Methodenwerks Science of Synthesis (SOS). Shu Kobayashi von der Universität Tokio gehört weltweit zu den herausragenden Experten auf dem Gebiet der chemischen Katalyse. Er tritt die Nachfolge von Professor Masakatsu Shibasaki an, einem langjährigen Herausgeber von Science of Synthesis. Margaret Faul bringt ihre Expertise für chemische Prozessentwicklung und Verfahren in der Biotechnologie-Forschung ein.

Science of Synthesis wird weltweit sowohl als interaktive, nach Strukturen und Text durchsuchbare Online-Plattform als auch in gedruckter Form von Chemikern in Industrie, Forschung und Lehre genutzt. Ein zehnköpfiges Herausgebergremium sorgt gemeinsam mit dem Redaktionsteam von Thieme dafür, dass die Forscher in SOS schnell bewährte und geprüfte Synthesewege für die Herstellung aller relevanten Verbindungsklassen finden.

Mit Dr. Margaret Faul verstärkt eine Verfahrens-Expertin aus der industriellen Biotechnologie-Forschung das Herausgebergremium von Science of Synthesis. Bei der AMGEN GmbH ist sie seit 2003 verantwortlich für die Entwicklung und Beschreibung kommerzieller Verfahren für alle synthetischen und biologischen Substanzen im Portfolio des Biotechnologie-Unternehmens. Dr. Margaret Faul, die an der Harvard Universität in organischer Synthesechemie promoviert hat, begleitet die Entwicklung neuer Wirkstoffe von der Erforschung über die vorklinischen Tests bis hin zur Kommerzialisierung. Dabei legt sie großen Wert auf umweltverträgliche und nachhaltige Prozesse. Sie ist außerdem Mitglied des Vorstands des „International Consortium for Innovation and Quality in Pharmaceutical Development“.

„Dr. Faul steht für das Ziel von SOS, Synthesechemiker in Industrie und Forschung gleichermaßen mit aktuellen und zuverlässigen Informationen zu unterstützen. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie viele kreative und zugleich effiziente Lösungen für die Synthese von Arzneimitteln entwickelt und bis zum kommerziellen Einsatz begleitet. Ihre Expertise in der Biotechnologie ist eine zusätzliche Bereicherung für Science of Synthesis“, freut sich Professor Dr. Alois Fürstner, Geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr und Chef-Herausgeber von Science of Synthesis.

Genauso wie Dr. Margaret Faul, hat auch Professor Shu Kobayashi ein großes Interesse an effizienter und umweltfreundlicher organischer Synthese. Gemeinsam mit seiner Forschungsgruppe an der Universität Tokio entwickelt er Reaktionssysteme, bei denen zum Beispiel Wasser an Stelle von schädlichen Lösungsmitteln zum Einsatz kommt. Diese Expertise hat er bereits als Autor und als Herausgeber des SOS-Bandes „Water in Organic Synthesis“ bei Science of Synthesis eingebracht. Darüber hinaus konzentriert er sich auf die Erforschung von wiederverwertbaren polymer-immobilisierten Metall-Katalysatoren. Für seine Forschungsarbeit wurde er unter anderem mit der Nagoya Silver Medal, dem Preis der Japan Society for the Promotion of Science, dem Green Chemistry Minister of Education Award und dem Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet. Die Herausgeberschaft bei Science of Synthesis übernimmt er im Januar 2018 von Professor Masakatsu Shibasaki, der zuletzt ebenfalls an der Universität Tokio forschte.

„Professor Kobayashi gehört zu den weltweit führenden Forschern auf dem Gebiet der chemischen Katalyse. Seine originelle Herangehensweise hat ihn zu teils unorthodoxen und zugleich praktischen Lösungen für wichtige Probleme der Synthesechemie geführt. Wir freuen uns sehr, ihn ab 2018 an Bord zu haben“, kommentiert Professor Dr. Alois Fürstner.

Weitere Informationen zu Science of Synthesis in Print und Online finden Sie unter www.thieme-chemistry.com/sos/. Es besteht die Möglichkeit das Online-Produkt 14 Tage lang kostenfrei zu testen.