Neues Lebensgefühl dank Viva Mayr

Helena Frith Powell, britische Journalistin und Autorin

Kann Kauen wirklich unser Leben verändern? Nun, meines hat es verändert. Bevor ich Dr. Stossier kennengelernt habe, hatte ich ein leicht gestörtes Essverhalten und zahlreiche Verdauungsprobleme. „Reizdarmsyndrom“ lautete die Diagnose.

Als ich Dr. Stossier das erste Mal gegenübersaß – in seinem Ordinationszimmer in der Viva Mayr Klinik, die sich am Ufer des Wörthersees in Südösterreich befindet – prophezeite er mir, dass ich allein dank ausgiebigerem Kauen (und ein paar weiteren einfachen Umstellungen in meinem Essverhalten) abnehmen und mich jünger und wohler fühlen würde. Ich würde meine Verdauungsprobleme und meinen Blähbauch loswerden, besser schlafen, mehr Energie und eine schönere Haut haben, mich bei der Arbeit besser konzentrieren können und zugleich schweren Krankheiten wie Herzerkrankungen oder Asthma vorbeugen. Das schien mir ein kleiner Preis für einen solch großen Gewinn zu sein. Wie Sie sich vorstellen können, brannte ich darauf, mehr zu erfahren.

Das Motto von Viva Mayr lautet: gute Gesundheit durch gute Verdauung. Dr. Stossier schätzt, dass rund 90 Prozent von uns mit einem gereizten Darm leben, was zu einer Vielzahl chronischer Erkrankungen führen kann, wenn man nichts dagegen unternimmt. Mehr noch: Er glaubt, dass fast alle chronischen Krankheiten mit Darmproblemen zusammenhängen. Wenn er recht hat, warum ist das Wissen um diese Tatsache dann nicht viel weiter verbreitet?

Während meines Aufenthalts in der Viva Mayr Klinik habe ich erfahren, dass in der Tat eine ganze Reihe von Krankheiten auf Verdauungsstörungen zurückzuführen sind. Manche Menschen leben zwanzig Jahre lang gut mit ihren Essgewohnheiten und sind geschockt, wenn sie dann beispielsweise an Diabetes erkranken. Sie meinen, die Krankheit sei ganz plötzlich aufgetreten, aber das ist sie nicht. Sie ist vielmehr die Folge eines schleichenden Vorgangs, der jahrelang im Verborgenen ablief und nun in dieser Krankheit gipfelt. Denken Sie an einen Baum – seine Gesundheit und Stärke kommt nicht von den Blättern, sondern von den Wurzeln, und man kann nicht sehen, ob die Wurzeln krank sind. Unser Darm ist unsere Wurzel; ist er geschwächt, so ist es auch der restliche Organismus.

Seit ich Dr. Stossier kenne und mich nach Viva Mayr ernähre, ist mein Gewicht konstant geblieben (Ich wiege kaum mehr als zu meiner Studienzeit, obwohl ich inzwischen drei Kinder habe), und schon das allein motiviert mich zum Kauen. Aber natürlich ist die Ernährung nach Viva Mayr weit mehr als bloß ein Garant für dauerhafte Schlankheit. Sie hat mich von meinen Schlafstörungen und meinen unangenehmen Blähungen geheilt; ich bin vitaler, kann mich besser konzentrieren, meine Haut ist straffer und strahlt, mein Haar glänzt. Manche Patienten berichteten, sogar ihr Sehvermögen habe sich dank dieser Diät gebessert. Kurz gesagt, ich habe mich schon lange nicht mehr so gut gefühlt und auch seit Jahren nicht mehr so gut ausgesehen. Das liegt daran, dass es bei dieser Diät nicht nur darum geht, was man isst, sondern auch wie man es isst – und wie man lebt. Mit wenigen Umstellungen in unseren Lebensgewohnheiten lassen sich sagenhafte Erfolge erzielen.

Es geht bei Viva Mayr auch um unsere Gesundheit. Wenn wir ein bestimmtes Nahrungsmittel zu uns nehmen, wird dieses nicht direkt in unsere Körperzellen transportiert – die Zellen wüssten gar nichts damit anzufangen. Der Körper muss das, was wir essen, zuerst in Nährstoffe umwandeln, und dies tut er umso effektiver, je besser unser Verdauungssystem funktioniert. Das Credo von Dr. Stossier und allen anderen Anhängern der Mayr-Medizin lautet nicht „Du bist, was du isst“, sondern „Du bist, was du verdaust“.

Am allerwichtigsten ist es, dass wir unser Essen richtig, sprich sehr, sehr ausgiebig kauen. Sobald wir geschluckt haben, ist uns nämlich die Kontrolle darüber entzogen, und wenn man sein Essen praktisch unzerkaut schluckt, wie das die meisten von uns tun, stellt es eine enorme Belastung für den Körper dar. Dr. Stossier meint dazu: „Es ist lächerlich, von unserem Magen zu erwarten, dass er für uns kaut. Dafür haben wir unsere Zähne.“ Er rät uns, jeden Bissen etwa 40 Mal zu kauen, bis er sich komplett verflüssigt hat. Es dauert natürlich, sich das anzutrainieren.

Ich hegte zunächst die Befürchtung, dass ich, wenn ich mit Freuden zum Essen ausging, noch im Restaurant hocken und vor mich hin kauen würde, während sie längst zu Hause in ihren Betten lagen. Doch wie sich zeigte, war meine Sorge unbegründet. Ich konzentrierte mich einfach mehr als sonst darauf, was ich mit meinem Essen anstellte. Es hat mich sogar inspiriert, anderen Leuten dabei zuzusehen, wie sie ihr Essen hinunterschlingen. Während ich kaute, dachte ich daran, dass ich nach der Mahlzeit viel gesünder sein würde als sie. Ein weiterer Vorteil ausgiebigen Kauens besteht übrigens darin, dass wir dadurch automatisch weniger essen, weil der Körper dem Gehirn beim Essen meldet, wann wir genug haben.

Die zentrale Botschaft lautet: Das Essen an sich spielt zwar eine wichtige Rolle, aber wir müssen uns von der Vorstellung befreien, dass die Qualität unserer Ernährung ausschließlich von den verzehrten Nahrungsmitteln abhängt. Nicht die Nahrungsmittel bestimmen darüber, sondern wir selbst.

Die Viva-Mayr-Diät hat körperlich und emotional wie eine Art Frühjahrsputz auf mich gewirkt, und ich kann die tägliche Anwendung ihrer Prinzipien nur wärmstens empfehlen. Seit meinem letzten Aufenthalt im Zentrum für Moderne Mayer-Medizin sind nicht nur meine Blutwerte tipptopp; ich fühle mich auch so gut wie nie zuvor, seit ich die wichtigsten Regeln der Modernen Mayr Medizin in meinen Alltag integriert habe. Viva Mayr ist eine Diät, die wirklich funktioniert – und eine Lebensphilosophie, die in jeder Hinsicht erstaunliche Resultate erzielt.

Es gilt das gesprochene Wort.

München, Januar 2012

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