Betreuung und Vorsorge für Menschen mit Diabetes: Mit neuropad® dem diabetischen Fußsyndrom vorbeugen

Stuttgart, Mai 2011 – Bis zu zehn Prozent der Diabetiker leiden am sogenannten diabetischen Fußsyndrom: Diese Folgeerkrankung des Diabetes mellitus führt zu langwierigen, offenen Wunden an den Füßen und macht in fortgeschrittenem Stadium mitunter sogar eine Amputation notwendig. Einer frühzeitigen Diagnose kommt somit besondere Bedeutung zu. Die AnyCare GmbH bietet Krankenkassen und deren Versicherten deshalb seit Kurzem einen Test zur Früherkennung des diabetischen Fußsyndroms an. Hierbei kommt das Indikatorpflaster neuropad® zum Einsatz. Es misst die Hautfeuchtigkeit und zeigt so Frühstadien eines diabetischen Fußsyndroms an.

Der Beginn eines diabetischen Fußsyndroms zeigt sich häufig in einer verminderten Fußschweißbildung, die durch die Störung der feinen Nervenfasern hervorgerufen wird. Das am Fußballen angebrachte Testpflaster neuropad® misst innerhalb von zehn Minuten den Status der Hautfeuchtigkeit. Eine Farbveränderung des Pflasters zeigt an, ob die Hautfeuchtigkeit im normalen Bereich liegt oder ob die Haut sehr trocken ist. Eine zu trockene Haut am Fuß deutet auf erste neurologische Störungen hin.

„Mit dem neuropad®-Test und ergänzenden Beratungs- und Informationsangeboten wollen wir der Entstehung eines diabetischen Fußsyndroms frühzeitig entgegenwirken. So ersparen wir den Patienten viel Leid und dem Gesundheitssystem enorme Kosten“, sagt Dr. med. Thorsten Pilgrim, Geschäftsführer der AnyCare GmbH. Das in Stuttgart ansässige Unternehmen sorgt deshalb dafür, dass Versicherte kooperierender Krankenkassen das Testpflaster regelmäßig erhalten und anwenden. Nach Erhalt des neuropad® werden die Programmteilnehmer von Mitarbeitern des Medizinischen ServiceCenters der AnyCare GmbH angerufen. Die medizinischen Fachkräfte klären dabei Fragen zur Anwendung oder helfen bei der Interpretation des Testergebnisses. Bei einem Ergebnis mit Verdacht auf Störung der Hautfeuchtigkeit wird dem Teilnehmer ein zeitnaher Arztbesuch zur diagnostischen Abklärung nahegelegt. Zudem erhalten Teilnehmer des Programms Informationsmaterialen mit praktischen Tipps, um die Fußgesundheit zu erhalten – beispielsweise zur richtigen Fußpflege oder zum geeigneten Schuhwerk.

Erste Auswertungen des Programms haben gezeigt, dass das neuropad® eine effektive Methode zur Früherkennung des diabetischen Fußsyndroms ist. „Bei etwa 30 Prozent der Teilnehmer lagen Anzeichen einer neuropathischen Störung vor“, berichtet Pilgrim. „Durch den Test konnten wir diese Patienten frühzeitig einer entsprechenden Behandlung zuführen.“

Das diabetische Fußsyndrom bringt nicht nur für Betroffene einen hohen Leidensdruck und eine stark eingeschränkte Lebensqualität mit sich. Aufgrund der meist lang andauernden ambulanten und stationären Therapien ist auch der Kostenfaktor für die Krankenkassen enorm: In Deutschland betragen die durch das diabetische Fußsyndrom verursachten Kosten pro Jahr rund 2,5 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt die KoDIM-Studie der Universität Köln aus dem Jahr 2005, die die Gesamtkosten des Diabetes mellitus in Deutschland untersucht hat.