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    Das Leben mit Parkinson gleicht einer Achterbahnfahrt

     

Leben mit Parkinson: Achterbahn für Fortgeschrittene

Stuttgart, Februar 2015 – Parkinson ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung. Ähnlich wie bei Demenz sind die genauen Ursachen bis heute nicht geklärt. Mit 49 Jahren erhielt der Psychiater Helmut Schröder die Diagnose. „Das Leben mit Parkinson gleicht einer Achterbahnfahrt“, erklärt er. Heute, mit Mitte 60, weiß er: „Es bleibt doch auf jeden Fall lebenswert.“ In seinem Ratgeber „Leben mit Parkinson“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2015) schreibt er über seine Erfahrungen mit dem „schroffen Begleiter“ und welche Therapien ihm helfen. Dabei greift er auf sein Wissen als Arzt und seine persönlichen Erfahrungen als Patient gleichermaßen zurück.

Ein trippelnder Gang bei steifer Körperhaltung und ein leichtes Zittern sind die sichtbaren Symptome von Morbus Parkinson. Bei der degenerativen Erkrankung wird der wichtige Botenstoff Dopamin, der für alle unwillkürlichen Bewegungen wie Laufen oder Lächeln benötigt wird, nicht mehr ausreichend im Gehirn produziert. Diesen Mangel müssen Parkinson-Patienten durch regelmäßige Medikamenteneinnahme ausgleichen. Dadurch wir eine Linderung der Symptome bewirkt, jedoch kein gleichmäßig beschwerdefreier Zustand erreicht. Wirken die Medikamente gut und der Betroffene ist bei guter Tagesform, spricht man von „On“. Im „Off“ leidet der Patient unter schwere Bewegungshemmungen bis hin zum Stillstand, auch „Freezing“ genannt. Spontane Wechsel zwischen On und Off sind keine Seltenheit.

„Das ‚Achterbahnfahren' kann zeitweise in eine Art Vorhof der Hölle führen, es geht aber garantiert immer wieder hinaus“, berichtet Schröder. „Wenn man aus dieser Talfahrt herauskommt, vom Off wieder ins On gelangt, dann kann man sich beinahe wie gesund fühlen“ Er weiß: „Parkinson werden Sie nicht wieder los. Doch es liegt in Ihrer Hand, ob Sie sich von ihm Ihr Leben vermiesen lassen oder ob Sie die neue Situation annehmen und das Beste draus machen.“ Tennis spielen kann er nicht mehr, dafür hat er die Malerei und Boule für sich entdeckt. Auch Radfahren ist weiterhin möglich. Schröder rät jedem Parkinson-Patienten zum Experten in eigener Sache zu werden, damit die Achterbahnfahrt an Schrecken verliert.

Der Autor:

Mit 49 Jahren erkrankte Dr. med. Helmut Schröder, damals Psychiater an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Hannover-Langenhagen, an Parkinson. Als Arzt erklärt er, was bei der Erkrankung im Körper passiert und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Als Patient hat er erfahren, was für ein „schroffer Begleiter“ Parkinson ist und weiß, wie man trotz allem ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben führen kann.

Wissenswertes: Die Eckpfeiler der Parkinson-Therapie
  • Individuelle medikamentöse Behandlung
  • Ergotherapie zur Förderung der Alltagskompetenz
  • Logopädie als Sprechtraining
  • Physiotherapie und Krankengymnastik für die Beweglichkeit
  • Psychotherapeutische Betreuung

Buchtipp

Leben mit Parkinson
Helmut SchröderLeben mit Parkinson

Achterbahn für Fortgeschrittene

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