„Pharmaceutical Substances” jetzt um wichtige neue Substanzen ergänzt

Stuttgart, Juli 2015 – Das elektronische Angebot „Pharmaceutical Substances“ von Thieme Chemistry ist in der Version 3.8 verfügbar. Die webbasierte Referenzdatenbank wurde um 31 neue Substanzen ergänzt. Darunter einige Wirkstoffe zu neuen Therapieansätzen wie beispielsweise bei Hepatitis C: Die orale Therapie mit Ledipasvir kombiniert mit Sofosbuvir gehört zu den vielversprechenden neuartigen Interferon-freien Behandlungsmöglichkeiten.

Das Update 3.8 von „Pharmaceutical Substances“ beinhaltet Einträge zu 31 neuen Arzneimittelwirkstoffen, die kürzlich von der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) und/oder der Europäischen Arzneimittelagentur zugelassen wurden. „2014 war ein Rekordjahr an Zulassungen. Die FDA hat ihren Evaluationsprozess beschleunigt, damit bahnbrechende Therapien schneller beim Patienten ankommen. Bis zur Zulassung von Ceritinib, einem Wirkstoff gegen Krebs, der die anaplastische Lymphomkinase hemmt, vergingen seit den ersten klinischen Tests nur drei Jahre.“ erläutert Professor Bernhard Kutscher, einer der Herausgeber von „Pharmaceutical Substances“. Gemeinsam mit den Gründern des Referenzwerkes, Professor Axel Kleemann und Professor Jürgen Engel sowie Dr. Dietmar Reichert, sorgt er dafür, dass „Pharmaceutical Substances“ stets aktuelle Informationen über Synthese und Anwendung aller relevanten pharmazeutischen Wirkstoffe enthält.

„Viele der jetzt ergänzten Substanzen haben neue, innovative Wirkmechanismen“, erklärt Professor Kutscher weiter. Dazu zählt er Nintedanib und Pirfenidon zur Behandlung idiopathischer Lungenfibrose und Peramivir, der erste injizierbare Neuraminidasehemmer gegen Grippe. Darüber hinaus gibt es Einträge zu drei neuen Kinase-Inhibitoren für die Behandlung von Krebs: Palbociclib bei Brustkrebs, Olaparib bei Ovarialkarzinomen und Idelalisib bei Non-Hodgkin-Lymphomen.

„Pharmaceutical Substances“ umfasst in der aktuellen Version nahezu 2.600 Arzneimittelwirkstoffe, die online systematisch recherchiert werden können. Jeder Eintrag gibt Auskunft über pharmazeutische Verbindungen, Patente und Anwendungen der Substanzen. Damit richtet sich das Referenzwerk vor allem an Wissenschaftler in Industrie und an Universitäten, die Arzneimittel entwickeln. Zusätzliche Informationen zu den Herstellern und Patentinhabern ermöglichen Interessierten außerdem einen guten Überblick über den Markt der pharmazeutischen Wirkstoffe. „Pharmaceutical Substances“ kann weltweit gegen eine Jahreslizenzgebühr über Bibliotheken von Universitäten oder Firmen genutzt werden. Institutionen, die sich einen Eindruck von dem elektronischen Referenzwerk machen möchten, können dieses 14 Tage lang kostenfrei testen.

Weitere Informationen über „Pharmaceutical Substances” finden Sie unter: http://pharmaceutical-substances.thieme.com/