• Kind mit Töpfchen © Anja Stahn, TRIAS Verlag

    Was Eltern bewegt: Wann ist mein Kleinkind töpfchenreif?

     

Gut gewickelt – ruckzuck windelfrei

Stuttgart, August 2015 – Eigentlich sind Ausscheidungen kein sehr populäres Thema. Aber wenn wir ein Baby bekommen, rücken „Pipi“ und „Kacka“ auf einmal ins Blick- (und Geruchs-)feld von Eltern, Großeltern und anderen Bezugspersonen. Wie oft muss und macht das Baby? Wie dürfen die Ausscheidungen aussehen? Wie riechen? Wie wickelt man am besten? Wie lange müssen Kinder überhaupt gewickelt werden? Und wie lernen sie schließlich, aufs Töpfchen und auf die Toilette zu gehen? Diese und viele weitere Fragen beantwortet Tatje Bartig-Prang in ihrem neuen Buch „Pipi. Kacka. Gut gewickelt – ruckzuck windelfrei“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2015).

Sauber und trocken – an der Definition dieser Begriffe scheiden sich die Geister. Trocken ist, wer kein Pipi mehr in die Windel macht. Und saubere Kinder machen kein großes Geschäft mehr in die Windel – sagen die einen. Andere meinen: Wenn ein Kleinkind Bescheid sagen kann, wann es muss, ist es trocken. Sauber ist es, wenn es allein auf die Toilette oder aufs Töpfchen gehen kann. So oder so – wann kommt ein Kind ohne Windeln aus?

Die meisten Kinder, so Bartig-Prang, gehen mit rund zwei Jahren zum ersten Mal aufs Töpfchen. Mit drei, wenn es in den Kindergarten geht, sind viele bereits sauber und trocken. In der neuen Umgebung kommt es dann jedoch nicht selten zu Rückfällen. Bartig-Prang kann junge Eltern beruhigen: „Ihr Kind lernt ganz neue Menschen, kennen, neue Abläufe, neue Rituale. Es geht wahrscheinlich gerne in den Kindergarten, aber trotzdem kann es als Ausdruck der großen Herausforderung zu einer gehäuften Zahl kleiner Malheurs kommen.“

Tatje Bartig-Prang begleitet junge Eltern von der ersten dunkelgrünen Windelfüllung bis zur selbstständigen und zuverlässigen Toilettennutzung ihrer Sprösslinge.

Wissenswert: Töpfchen-/Toiletten-Boykott
„Eigentlich lief es schon ganz gut. Sie waren richtig hoffnungsfroh, dass die Windel bald der Geschichte angehört. Hatten schon mal einen neuen Stapel Große-Kinder-Unterhosen in den Schrank gelegt. Und nun? Ihr Kind weigert sich schlicht, aufs Töpfchen zu gehen. Oder auf die Toilette. Nichts geht mehr. Wie bei allen anderen Entwicklungsschritten gilt auch bei der Toilettenreife die Devise: zwei vor, eins zurück. Gern auch mal: eins vor, zwei zurück. In einer normalen Entwicklung sind das aber sehr kurze Phasen; während dieser ‘Rückfälle‘ verdaut Ihr Kind das bisher Gemeisterte einfach noch mal, um dann bald ganz normal weiterzumachen, als sei nichts gewesen“, so Tatje Bartig-Prang.

Die Autorin:
Als ihre Tochter auf die Welt kam, merkte Tatje Bartig-Prang, wie wenig ganzheitliche Angebote es für Mütter, Schwangere und Kleinkinder gibt. Das inspirierte die studierte Kulturwissenschaftlerin dazu, entsprechende Kurskonzepte zu entwickeln. Sie berät Eltern und Fachpersonal deutschlandweit rund um die Themen Wickeln, Stoffwindelsysteme, Stillen, Tragen, babygeleitete Beikost und Hypnobirthing. „Ich möchte frischgebackene Eltern dazu ermutigen, bewusster mit den Ausscheidungen und den Signalen ihrer Babys umzugehen – dann ist auch das Trockenwerden gleich viel entspannter.“

Buchtipp

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