AnyCare ProMed Rücken: Gemeinsam gegen Rückenschmerzen

Stuttgart, September 2009 – Die AnyCare GmbH bietet ab sofort über ihre Versorgungsmanagement-Plattform ProMed gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen ein neues Betreuungsmodul für Versicherte an: AnyCare ProMed Rücken. Ziel ist es, chronischen Rückenschmerzen vorzubeugen. Denn jedem zehnten Patienten mit Rückenschmerzen droht eine Chronifizierung. Dauerschmerzen, Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung können die Folgen sein. Um dies zu verhindern muss der Teufelskreis von Schmerzen, Inaktivität und daraus resultierenden verstärkten Schmerzen durchbrochen werden. Zusätzlich zum persönlichen Leid der Betroffenen entstehen auch hohe Folgekosten: Laut statistischem Bundesamt sind das pro Jahr rund 22 Milliarden Euro. Überdies sind rund 18 Prozent der Frühverrentungen auf chronische Rückenschmerzen zurückzuführen.

„Bewegung ist bei Rückenschmerzen das A und O. Sie ist dabei Therapie und Rückfallprophylaxe zugleich. Wir wollen die Betroffenen schnell wieder in die Lage versetzen, dass sie ihre gewohnten Tätigkeiten in vollem Umfang verrichten können“, sagt Marlene Malter-Kiesling, Ärztin und Produktmanagerin ProMed Rücken bei AnyCare. Dabei gilt es vor allem, Risikofaktoren möglichst gering zu halten: Dazu gehören beispielsweise mangelnde Bewegung, einseitige Belastung, langes Sitzen oder Stehen aber auch Übergewicht und Stress. „Wir wollen unsere Teilnehmer motivieren und unterstützen, ihr Verhalten an ihre Erkrankung anzupassen. Denn für uns sind sie aktive Partner im Heilungsprozess“, so Malter-Kiesling.

In einem ersten Gespräch zwischen dem jeweils teilnehmenden Versicherten und dem medizinisch ausgebildeten Mitarbeiter des Medizinischen ServiceCenters (MSC) von AnyCare wird zunächst dessen Gesundheitszustand ermittelt. Ein Instrument ist unter anderem der sogenannte „Funktionsfragebogen Hannover Rücken“. Mit[Mr1] diesem kann das Risiko für die Entwicklung chronischer Rückenschmerzen festgestellt werden. Danach sind vor allem Personen gefährdet, deren Rückenschmerzen mehr als eine Woche andauern und sehr intensiv sind. Auch Schmerzen in anderen Körperregionen sind ein Indiz. Eine Rolle spielen ebenfalls psychische Faktoren wie Neigung zur Depression und Hilflosigkeit. Laut der Wissenschaftler, die den Kurzfragebogen entwickelt haben, leiden Frauen häufiger an chronischen Schmerzen als Männern.

In einem nächsten Schritt vereinbaren die Teilnehmer Ziele mit ihrem persönlichen Coach im MSC. Mögliche Zielvereinbarungen sind: mehr Bewegung im Alltag oder während der Krankheitsphase sowie eine Gewichtsreduktion oder Strategien zur Stressverarbeitung. Dabei werden das Alter, die aktuelle Lebenssituation, das Körpergewicht und der ausgeübte Beruf berücksichtigt. „Alleine ist eine Verhaltensänderung oft sehr schwierig. Deshalb hilft unser MSC den Teilnehmern unter anderem mit regelmäßigen Gesprächen und einem Zielmonitoring“, sagt Malter-Kiesling.

Partner des Stuttgarter Managed-Care-Anbieters sind neben den Kassen die behandelnden Ärzte der Teilnehmer oder Ärztenetzwerke. Neben der telefonischen Betreuung bietet das Programm Informationsmaterialien zur Erkrankung, eine Patienten-Hotline sowie die Vermittlung von Beratungsdiensten, Therapeuten, Ärzten und Selbsthilfegruppen. „Bei uns steht der Versicherte im Zentrum der Versorgung. Wir möchten ihn in die Lage versetzen, bewusst mit seiner Situation umzugehen und Manager seiner Erkrankungen zu sein. Nur so kann er seinen Gesundheitszustand verbessern oder stabilisieren“, erläutert Malter-Kiesling. Dadurch sinkt das Krankheitsrisiko der Patienten langfristig. Infolgedessen reduzieren sich auch die Versorgungskosten oder bleiben zumindest stabil.