• Älteres Paar lächelt sich auf einer Parkbank gegenseitig an. © fotolia, Robert Kneschke

    Paare müssen lernen, mit der Krankheit und potenziellen Folgen der Krebstherapie, wie Inkontinenz und Impotenz, umzugehen. © fotolia, Robert Kneschke

     

Prostatakrebs: Vorsorge betreiben und als Partner zusammenstehen

Stuttgart, November 2017 – Prostatakrebs ist die häufigste bösartige Tumorerkrankung bei Männern. Die Diagnose löst bei Betroffenen und deren Partnerinnen Ängste aus. Wie man diesen begegnet und wie wichtig dabei Aufklärung, aber auch psychologische Unterstützung sind, zeigt der Ratgeber „Prostatakrebs. Der Therapiebegleiter für Paare“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2017). Die Ärzte Maximilian Burger, Wolfgang Otto und Georges Akoa liefern Fakten, beleuchten psychosoziale Aspekte und stellen das Paar in den Fokus der Therapie.

„Je früher ein Prostatakrebs erkannt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass durch eine Behandlung eine Heilung erzielt werden kann“, so das Autorenteam. Männern ab 45 Jahren empfehlen Mediziner regelmäßige Prostata-Vorsorgeuntersuchungen beim Urologen. Diese finden mittels PSA-Test oder einer digital-rektalen Untersuchung statt. „Durch die PSA-basierte Vorsorge wird heute in über 90 Prozent das Prostatakarzinom in einem lokal begrenzten Stadium diagnostiziert“, so die Autoren „Ein Großteil dieser Patienten kann mit etablierten Therapieverfahren geheilt werden.“

Trotzdem erleben Patienten und ihre Partnerinnen nach einer Krebsdiagnose oft Hilflosigkeit. Unterschiedliche Entscheidungen stehen an: Operieren oder nicht? Ist eine Hormon-, Strahlen- oder Chemotherapie das Beste? Welche Klinik ist die richtige? Begleitende Maßnahmen, Nachsorgemöglichkeiten und Rehabilitation sind zu klären. Paare müssen lernen, mit der Krankheit und potenziellen Folgen der Krebstherapie, wie Inkontinenz und Impotenz, umzugehen und zu leben. Ziel jeder Behandlung ist neben dem Zurückdrängen des Krebses die Herstellung einer hohen Lebensqualität für den Patienten. Darüber hinaus sollten Familie beziehungsweise Partner von Anfang an in Entscheidungen mit einbezogen werden.

Das Ärzteteam liefert in dem Ratgeber wichtige Informationen für verschiedene Stadien der Therapie: Sie erklären, welche Therapieentscheidungen zu treffen sind, klären über Akutfolgen und Nebenwirkungen während der Therapie auf und informieren über anschließende Rehabilitation und psychosoziale Unterstützung.

Die Autoren:

Professor Maximilian Burger ist Direktor der Klinik für Urologie an der Universität Regensburg. Dr. Wolfgang Otto ist Privatdozent und niedergelassener Urologe und als Forschungskoordinator an der Universtätig Regensburg tätig. Dr. Georges Akoa ist leitender Urologe im Parksanatorium Aulendorf, einer Fachklinik für Onkologische Rehabilitation.

Wissenswertes: Die Prostata

Die Prostata geht auf das griechische Wort „prostates“ zurück und bedeutet Vorsteher. Sie liegt zwischen Harnblase und Beckenboden und ähnelt in Größe und Form einer Kastanie. Die Vorsteherdrüse zählt zu den inneren männlichen Geschlechtsorganen und ist sowohl für die Fortpflanzung als auch für das Lustempfinden wichtig. Die Prostata ist auch am Verschluss der Harnblase beteiligt. Eine gutartige Vergrößerung wie sie oft altersbedingt vorkommt, kann unangenehme Funktionsstörungen der Blase hervorrufen. Beim bösartigen Tumor werden Symptome erst sehr spät erkannt, was das Ganze besonders gefährlich macht.

Buchtipp

Prostatakrebs
Georges Akoa, Maximilian Burger, Wolfgang OttoProstatakrebs

Der Therapiebegleiter für Paare

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