• Frau liegt nachts wach. © Photographee.eu  – Fotolia.com

    Nachts stundenlang wachliegen zermürbt.

     

Schlaflos durch die Nacht – kopflos durch den Tag? Schlafprogramm für erholsame Nächte

Stuttgart, Oktober 2015 – 264 Stunden, also mehr als elf Tage, ohne Schlaf. Dieses wissenschaftliche Experiment machte den Amerikaner Randy Gardner 1964 berühmt. Menschen, die unter Schlafstörungen leiden, dürfte dieser Rekord jedoch fragwürdig erscheinen, wünschen sie sich doch nichts mehr als erholsame Ruhephasen. In dem Ratgeber „Schlafen Sie gut!“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2015) zeigt Schlaf-Expertin Kneginja Richter Betroffenen Wege aus ihrer Schlaflosigkeit: Entspannungstechniken, schlaffördernde Lebensmittel und sogar ein bewusster Schlafentzug können helfen.

Jede Ein- und Durchschlafstörung, die länger als drei Monate anhält, diagnostizieren Schlafmediziner als chronische Insomnie. „Wenn Sie länger als 30 Minuten zum Einschlafen brauchen oder nachts mehrmals aufwachen und danach gar nicht oder nur schwer wieder einschlafen können, ist eine Insomnie wahrscheinlich“, erklärt Professor Richter. Auslöser können aktuelle Ereignisse oder Erkrankungen wie Depressionen oder Schlaf-Apnoe-Syndrom sein. Frauen in den Wechseljahren sowie Menschen im Schichtdienst schlafen häufig schlechter.

Die Folgen: Die Betroffenen fühlen sich körperlich abgeschlagen, können sich nicht konzentrieren, sind gleichzeitig häufiger gereizt und gegenüber Infekten anfälliger. Viele versuchen ihr Schlafdefizit zu kompensieren. Sie bleiben länger im Bett liegen oder legen tagsüber einen langen Mittagsschlaf ein. „Damit schließt sich der Teufelskreis der Insomnie. Denn je länger Sie liegen bleiben, desto schlechter werden Sie schlafen!“, erklärt die Expertin. Eine der wichtigsten Schlafregeln ist deshalb ein fester Schlaf-wach-Rhythmus. Im Rahmen des Schlafrestriktions-Programms wird die Bettliegezeit zudem deutlich verkürzt, um einen schlafanstoßenden Effekt hervorzurufen. Regelmäßiger Sport, Entspannungsübungen und eine eiweißreiche, aber kohlenhydratarme Kost am Abend helfen zusätzlich.

Wissenswertes: Abendritual Feierabendbier?

Der Genuss von Alkohol gehört für viele zum Abschluss eines Arbeitstages. Nach einem Glas Wein oder Bier werden Sie schön müde und schlafen gut ein. Sie schlafen jedoch schlechter durch! Der Alkohol wird einige Stunden später in der Leber verarbeitet. Dieser Prozess stört bei vielen die Schlafkontinuität.

Die Autorin:

Prof. Dr. med. Kneginja Richter lehrt an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm und leitet die Schlafambulanz an der Uniklinik Nürnberg. Dort berät, untersucht und behandelt sie jeden Tag bis zu 20 Patienten, die unter verschiedensten Schlafstörungen leiden. Sie ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und verfügt über langjährige Erfahrung in der Behandlung von Schlafstörungen und Schlaflosigkeit.

Buchtipp

Schlafen Sie gut!
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