Taping selbst gemacht

Stuttgart, Dezember 2011 – Ein falscher Schritt und umgeknickt, der Rücken ist verspannt und zwickt oder der Bluterguss geht nicht weg: Egal, ob Beschwerden im Alltag oder beim Sport – Tapes lindern nebenwirkungsfrei Muskel-, Gelenk- und Nervenschmerzen und reduzieren Schwellungen. Wie die dehnbaren Klebestreifen den verstauchten Knöchel stützen, den Rücken beweglicher machen und den blauen Fleck schneller verschwinden lassen, erklären John Langendoen-Sertel und Karin Sertel in „Das Taping-Selbsthilfe-Buch“ (TRIAS Verlag, Stuttgart 2011) mit detaillierten Anleitungen zum Selbsttapen.

Die elastischen Tapes kommen ursprünglich aus Japan und erfreuen sich nicht zuletzt dank der bunten Farben auch in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Beim Taping werden schmerzende Muskeln und deren Schmerzpunkte beklebt und es entsteht eine sanfte Dauermassage, die Durchblutung und Lymphfluss stimuliert und die Heilung anregt. Außerdem können Gelenke gestützt, Fehlstellungen minimiert, Weichteile gezielt bewegt und Schwellungen und Narben behandelt werden. Durch die Verknüpfung von elastischen Klebebändern mit den gängigen Behandlungen in der Sportphysio- und manuellen Therapie haben die Autoren eine eigene umfassende Methode entwickelt: das Kinematic Taping® Concept.

„Ein wichtiger Effekt, den man mit Taping erreichen kann, ist die Verminderung von Schmerzen. Wenn man weniger Schmerzen hat, kann man sich wieder besser bewegen, was wiederum den Schmerz weiter reduziert. In vielen Fällen ist Bewegung die eigentliche Medizin“, erklären die Physiotherapeuten John Langendoen-Sertel und Karin Sertel. Dabei ahmen die etwa fünf Zentimeter breiten Textil-Klebebänder aus dehnbarer Baumwolle die elastischen Eigenschaften der Haut nach und folgen den Gewebestrukturen des Körpers. Ist die Ursache der Beschwerden bekannt, können mit Tapes Muskeln gezielt entspannt und beim Training unterstützt werden, Schwellungen durch Lymphdrainage abgebaut und Nerven beruhigt werden. „Wenn das Tape richtig sitzt, fühlt man sofort eine positive Wirkung. Man spürt sofort, dass die Beweglichkeit zunimmt und der Schmerz zurückgeht. Man hat gleich ein gutes Gefühl und fühlt sich befreiter, um sich wieder zu bewegen“, bestätigen die Autoren. In ihrem Ratgeber erklären sie detailliert und anschaulich bebildert, wie die Tapes bei den rund 100 häufigsten Beschwerden – von Arthrose über Muskelkater bis zur Prellung – angelegt werden müssen, um optimal zu wirken. Auf der beiliegenden DVD werden zusätzlich 20 der wichtigsten Anwendungen vorgestellt.

Wissenswertes: Kinematic Taping®

Der japanische Chiropraktiker und Vertreter der angewandten Kinesiologie Kenzo Kase war der erste, der mit elastischem Tapematerial experimentierte. Das fernöstliche Kinesio-Taping nutzt gezielt die Eigenschaften der Haut und fördert die Zirkulation und den Stoffwechsel. Die von den Autoren entwickelte Taping-Methode, das Kinematic Taping®, verknüpft die Vorteile des Tapings mit elastischen Tapes mit den Prinzipien der internationalen manuellen Physiotherapie und der Kinematik. Diese Kombination führt zu vielen effektiven Tape-Anlagen mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten in der Schmerzbehandlung, Bewegungsförderung und Prävention.

Die Autoren

John Langendoen-Sertel ist seit 1976 Physiotherapeut, Dipl.-Akupunkteur, Sportphysiotherapeut, MSc in Schmerzmanagement, Fachlehrer und Fachlehrerprüfer für manuelle Therapie und Mitglied des Standards Committee des internationalen manuellen Therapie-Verbands IFOMPT sowie Gründer und Mitinhaber von Therapy4U Physiotherapie und Training in Kempten/Allgäu.

Karin Sertel ist seit 1980 Physiotherapeutin. Sie ist eine erfahrene Hand-, Manual (Maitland® Konzept) und Cranio-Sacral-Therapeutin für Kinder und Erwachsene. Durch ihren Ehemann John Langendoen lernte sie 2002 das Taping kennen. Das Selbsttaping hat in ihrer Handrehabilitation einen großen Stellenwert eingenommen.

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